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Enteignung der Superreichen! Ihr Reichtum ist unsere Armut!

 

 

Reicher Mann und armer Mann standen da und sah`n sich an. Da sagt der Arme bleich: 'Wär ich nicht arm, wärst du nicht reich.“- Berthold Brecht

 

Von Katja Teran und Marta Perović

 

Die Gesellschaft, in der wir leben, – der Kapitalismus – ist von sozialer Ungerechtigkeit und Ungleichheit von Kopf bis Fuß geprägt. Sie teilt Menschen von Geburt an in soziale Klassen und Schichten: Die einen ziehen das glückliche Los in Reichtum und Überfluss zu leben, während andere (die absolute Mehrheit) ihre Lebensjahre in Armut, Abhängigkeit und sozialer Unsicherheit verbringen müssen.

Die Schere zwischen Armut und Reichtum ist weltweit unglaublich stark zu spüren. Aber auch in Österreich, einem der reichsten Länder der Welt, liegt eine massive Kluft zwischen der reichen Bevölkerungsschicht – der Kapitalistenklasse – auf der einen Seite und uns MigrantInnen, Jugendlichen, Frauen und Männern der ArbeiterInnenklasse auf der anderen Seite. Vor allem in Zeiten der Krise sind die sozialen Unterschiede klarer denn je: So verdienen Vorstände der Post ungefähr das sechs bis siebenfache ihrer Angestellten.

 

Die Reichsten der Reichen

 

Die 15 reichsten Familien in Österreich besitzen ein Vermögen von 59,9 MILLIARDEN Euro. 15 Familien von 8.000.000 Einwohnern in Österreich besitzen 59 Milliarden Euro während über 1.000.000 Menschen unter der Armutsgrenze leben. Wo ist hier die Gerechtigkeit? Haben diese 15 Familien Milliarden mal so hart gearbeitet wie wir und verdienen deshalb dieses Vermögen und die damit eingehenden Privilegien? NEIN, sie wurden in eine Klasse von wenigen hineingeboren, die sich an der Arbeit der übrigen Bevölkerung bereichert, diese ausbeutet, aushungert und still hält.

 

Vermögensverteilung

 

Die reichsten 10% Prozent Österreichs besitzen 2/3 des gesamten Vermögens, während die weiteren 90% von nur einem Drittel des Vermögens leben. Gleichzeitig hören wir von der bürgerlichen Politikerkaste billige Ausreden, dass das Geld für ein besseres Schul-, Gesundheits- und Sozialsystem nicht reicht. Rechte Parteien beschimpfen oft MigrantInnen in ihren dreckigen Hetzkampagnen als Schmarotzer. Doch nicht sie sind die Schmarotzer. Es sind diese 10 Prozent der Bevölkerung, die von der Arbeit anderer leben, die Geld vorenthalten, das zum Wohle der ganzen Gesellschaft genützt werden könnte. Wie zum Teufel kann man behaupten, es gäbe nicht genug Geld, wenn 90% der Bevölkerung bis jetzt nur ein Drittel des vorhandenen Vermögens zur Verfügung steht?!

Würde man dieses Vermögen in unserer Gesellschaft sinnvoll verwenden, könnten wir nicht nur den Lebensstandard für alle erhöhen, wir könnten das Verkehrsnetz, das Bildungssystem, die Pensionsvorsorgen und vieles mehr ausbauen.

 

Enteignung der Superreichen!

 

Die Reichsten der Reichen werden verständlicherweise ihre Privilegien nicht freiwillig abgeben. Daher liegt es an uns sie dazu zu zwingen. Wir müssen diese Schicht der Bevölkerung enteignen und das Vermögen zum Nutzen der gesamten Bevölkerung verwenden. Es sollte kein Kriterium für das zukünftige Leben einer Person sein, in welcher Familie sie geboren wurde und wie voll die Geldbörse dieser Familie war.

Wir von der Liga der Sozialistischen Revolution fordern daher die Enteignung der Superreichen! Dieses Geld muss dazu genutzt werden, die Millionen von Armut betroffenen Menschen zu unterstützen, Sozialleistungen auszubauen, das Bildungssystem auszufinanzieren und mittels eines öffentlichen Beschäftigungsprogramms die Arbeitslosigkeit abzuschaffen und gesellschaftliche Leistungen auszubauen.

 

 


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