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Frauen: Diskriminierung in jedem Bereich



Von Nina Gunic


Egal ob es sich um die Erziehung, die Schule, die Uni oder das Berufsleben handelt: Wir Frauen werden massiv benachteiligt. Dies ist bei weitem keine neue Erkenntnis, sondern schon seit Jahrtausenden Bestandteil der Gesellschaft. Selbst in so „aufgeklärten Zeiten“ wie heute, selbst für Frauen mit akademischer Karriere wird eine klare Benachteiligung ersichtlich. Noch vor zwei Jahren gab es von 22 Unis in Österreich ganze 11 Unis ohne einen einzigen weiblichen Professor! (1)

Beim Medizinstudium ist der Anteil der weiblichen Studenten, die zur großen Aufnahmeprüfung antreten bei 56,6 % (im Vergleich zu 42,3 % männlichen Studenten). Allerdings dreht sich dieses Verhältnis massiv um, wenn man sich die erfolgreichen Abschlüsse dieses ersten Tests anschaut: Nur 41,5 % der angenommenen Studenten sind Frauen! (2)

Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass die Grundsteine für dieses Ergebnis schon in der Schule gelegt werden, denn: Jungen werden nach der erbrachten Leistung benotet, bei Mädchen beeinflussen zusätzliche Faktoren - besonders das Verhalten – die Schulnote maßgeblich. Bei Mädchen wird somit für die Benotung weniger die Leistung, sondern mehr das „Bravsein“ herangezogen. Wenn es zu Tests kommt, in dem solche Kriterien keine Rolle spielen, haben Frauen damit in der Folge den Kürzeren gezogen.

Doch auch in der Berufswelt sind wir als Frauen extrem benachteiligt. Die unsicheren, schlechten Beschäftigungsverhältnisse fallen uns in der Regel zu. Der Anteil der Teilzeitbeschäftigten liegt unter uns Frauen inzwischen schon bei 44% (Vergleich Männer: 7,4%) (3). Unter den geringfügig Beschäftigten machen wir sogar 80% aus! Doch auch „teilzeitbereinigt“ verdienen wir um 25% weniger in der Stunde! (4)

Kapitalismus

All diese Nachteile hängen mit der gesellschaftlichen Unterdrückung zusammen, die eng mit dem bestehenden kapitalistischen System verwoben ist. Es hat Vorteile für das System, uns Frauen die Hausarbeit und Kinderbetreuung zukommen zu lassen.

Denn der kapitalistische Staat spart sich dadurch Ausgaben für öffentliche Einrichtungen und kann das Geld für Steuergeschenke an UnternehmerInnen oder für Rettungspakete für Banken in Milliardenhöhe ausgeben. Das gratis Kindergartenjahr ist da nur ein Tropfen auf dem heißen Stein und wird auch nur deswegen möglich, weil die KindergartenpädagogInnen mehr an Überstunden leisten und mit größeren Gruppen zu tun haben.

Es hat Vorteile für die UnternehmerInnen uns als billige und flexible Arbeitskräfte zu benutzen, um sich ein Mehr an Profit abzweigen zu können. Diese „Vorteile“ kehren sich nur dann in „Nachteile“ für die KapitalistInnen um, wenn wir als Frauen konsequent gegen dieses System und ihre VertreterInnen kämpfen, wenn wir uns für gleiche Rechte für alle stark machen.

Egal ob Schule, Uni, Betrieb – wir haben ein Interesse an Gelichberechtigung und letztenendes an dem Sturz des bestehenden kapitalistischen Systems! Ein solcher Sturz kann nur organisiert passieren, weil auch die Herrschenden organisiert vorgehen. Die Liga der Sozialistischen Revolution (LSR) setzt sich für gleiche Rechte für Frauen ein und kämpft deswegen gegen den Kapitalismus! Nur eine solche Verbindung unserer Interessen ermöglicht es uns, ein System der Gleichberechtigung, den Sozialismus, zu erreichen!

* Systematische Förderung der Mädchen in der Schulbildung und Beurteilung nach Leistung, nicht nach Verhalten!

* Spezielle Förderungen für Frauen auf der Universität um gegen die systematische Benachteiligung von uns Frauen im Bildungswesen entgegenzuwirken!

* Gleicher Lohn für gleiche Arbeit!

* Vergesellschaftung der Hausarbeit durch massiven Ausbau an Kinderbetreuungseinrichtungen, Waschküchen, etc.

* Finanzierung dieser Forderungen durch massive Besteuerung von Kapital und Besitz bis hin zur Beschlagnahmung der Milliardenprofite und des Vermögens!

(1) Grüner Frauenbericht 2009

(2) http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/349713/index.do

(3) Statistik Austria, 2. Quartal 2009

(4) AK, Juni 2009


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