REVOLUTION

LSR Youtube Channel

 

google.de arbeiterinnenstandpunkt.net


Metaller in den Streik! Unternehmer legen sich quer und lassen KV-Verhandlungsrunde 3 platzen



Von Peter Vidlak


Für die rund 170.000 Beschäftigten in der heimischen Metallindustrie endete die dritte Verhandlungsrunde für die Kollektivverträge wieder ohne befriedigendes Ergebnis.


Klar ist, daß ein Abschluß unterhalb der von den Gewerkschaften geforderten 1,9% Lohnerhöhung eine Niederlage für die MetallerInnen wäre. „Eine KV-Erhöhung genügt nicht, es muss zu einer Ist-Lohn-Erhöhung kommen“, so Karl Proyer von der Metaller-Gewerkschaft GMTN.


Die Unternehmer hingegen wollen eine weitere Flexibilisierung der Arbeitszeiten zu ihrem Vorteil. So soll der sogenannte „Stundentopf“ von derzeit 120 auf 150 Stunden angehoben werden. In diesem „Stundentopf“ sind die Arbeitsstunden enthalten, für die keine Zuschläge bezahlt werden.


Darüberhinaus fordern die Unternehmer, daß eine tägliche Normalarbeitszeit von 10 bzw. 12 Stunden bei Schichtarbeit möglich sei.


Drohende Einkommensverluste


Die vorgeschlagenen Änderungen laufen auf eine Streichung von Überstundenzuschlägen und damit auf dauerhafte Einkommensverluste für die MetallarbeiterInnen hinaus.


Die Unternehmer behaupten, daß es angeblich nichts zu verteilen gebe. Was für ein Hohn angesichts der Tatsache, daß die Metallindustrie alleine heuer über AMS-Aktionen wie Kurzarbeit, Karenzen, Bildungskarenz und Regionalförderungen mit 550 Millionen Euro von der öffentlichen Hand gefördert wurde!


Kämpfen statt einknicken!


Diese impertinenten Forderungen der Unternehmerseite dürfen nicht durchgehen! Soweit darf es nicht kommen!


Die Gewerkschaften müssen jetzt kämpfen und in den Streik treten! Die Gewerkschaftsspitze darf nicht wieder einknicken wie in der Vergangenheit. Die Mahnwachen vor dem Sitz der Wirtschaftskammer in Wien waren zwar eine gute Aktion, aber wirklichen Druck kann man damit nicht ausüben.


Dazu ist es notwendig, Aktionskomitees an der Basis aufzubauen und Protestaktionen in die Hand zu nehmen. Auf Betriebsversammlungen soll über die Vorgangsweise abgestimmt und Streikkomitees gewählt werden. Die Gewerkschaftsspitze darf keinem Verhandlungsergebnis zustimmen, ohne vorherige Diskussion und Abstimmung in Betriebsversammlungen!

Auf in den Streik!

 

 


Seitenanfang zurück Druckansicht