|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
„Und sie bewegt sich doch!“Kommentar zur Protestbewegung an der Technischen Universität WienVon Michael Maurer
Wie schon auf der Akademie der bildenden Künste und der Hauptuniversität regt sich auch auf der Technischen Universität der Widerstand. Schon Donnerstag Abend fand sich eine kleine Gruppe von TU-StudentInnen ein um den Funken in ihre „Heimat“ überspringen zu lassen. Die Konsequenz: HörerInnenversammlung am 27.10, 16 Uhr im Freihaus HS1.
Ziel dieser Versammlung muss sein, die Proteste auf die TU auszuweiten, denn auch wir TU-StudentInnen haben einigen Grund dafür. Auch wenn unsere Hörsäle überwiegend nicht so überfüllt sind wie auf der Hauptuni, so betrifft uns der Umstrukturierungsprozess im Bildungsbereich genau so. Und das bedeutet, es wird nur schlechter! Auch können wir die wieder entfachte Diskussion um Studiengebühren und (weitere) Zugangsbeschränkungen nicht weiter dulden! Und wer meint, es gäbe nicht genug Probleme, möge das doch bitte auf der HörerInnenversammlung Kund tun.
Wir, jedenfalls, begrüßen diesen Schritt vorwärts und können nur hoffen, dass sich die Versammlung in eine Besetzung des Hörsaals und schließlich einen Streik auf der gesamten TU verwandelt. Eine Besetzung würde die Bewegung ausweiten und auf eine höhere Ebene tragen. Sie würde eine neue Initialzündung bedeuten, ein Signal an weitere Unis, auch aus anderen Ländern. Speziell aus Deutschland gibt es schon eine Menge an Solidaritätserklärungen von Universitäten!
So schön eine Ausweitung der StudentInnenproteste auch wäre, müssen wir uns dennoch bewusst werden, wie unzureichend dies ist. Um unsere Forderungen verwirklichen zu können, muss sich die Bewegung auf die Lohnabhängigen ausweiten. Konkrete Möglichkeiten gibt es bei den KindergärtnerInnen und den Metallern. Dazu müssen wir die Gewerkschaften zum Streik auffordern. Denn die Lohnabhängigen sitzen an den Hebeln der Gesellschaft. Nur sie können genug Druck auf Regierung und Kapital ausüben, damit wir siegreich sind. Bei den StudentInnenprotesten in Österreich im Jahr 1996 hat die Regierung die Proteste sechs Wochen lang einfach ausgesessen. Für sie kein Grund um nachzugeben. Ziehen wir von damals die Lehren für heute!
|
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||