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Studis, Beschäftigte, SchülerInnen - Gemeinsam streiken!



Von Nina Gunić



Wenn wir als StudentInnen streiken, steht die Uni still. Das Audimax ist dauerhaft besetzt, wir blockieren Straßen und den Verkehr bei unseren Demos. Die Medien berichten über unsere Aktionen und Plenarsitzungen und die PolitikerInnen sind gezwungen sich mit uns auseinanderzusetzen. Unser Streik erreicht somit schon jetzt so einiges.

Die Ausweitung des Streiks auf andere Institute, die Planung der Aktionen und Plena der nächsten Streiktage sind auch in den kommenden Diskussionen von enormer Bedeutung. Immerhin gilt es so viele andere Studis wie möglich für den Streik zu gewinnen und gleichzeitig auch diverse größere Aktivitäten rechtzeitig in die Wege zu leiten. Gleichzeitig haben wir eine große und dringende Herausforderung zu bewältigen: Den Streik mit Protesten anderer von der kapitalistischen Krise betroffenen Schichten verbinden! Ein erster Schritt dazu ist mit der Demonstration am Mittwoch, bei der sich Teile der Gewerkschaft und die KindergärtnerInnen beteiligen sollen, geschafft.

Wenn uns eine solche Verbindung auf Dauer gelingt, sind wir nicht nur eine stärkere, da größere Streikbewegung. Wir können damit auch permanent neue Impulse für unsere Streikbewegung gewinnen, eine breitere öffentliche Solidarität aufbauen, und vorallem auch einen gemeinsamen Druck auf die Wirtschaft ausüben. Zudem sind wir als StudentInnen in der Regel auch selbst in einem Beschäftigungsverhältnis, kennen prekäre Arbeitsverhältnisse nur zu gut und haben somit ein natürliches Nahverhältnis zu Forderungen von anderen Lohnabhängigen. Immerhin sind wir alle von der Profitlogik des kapitalistischen Systems betroffen. An unserer Bildung wird an allen Ecken gespart, massenhaft wird man auf Kurzarbeit gesetzt oder verliert gleich seinen Job und das alles während fröhlich weiter Milliardenprofite gemacht werden und auch noch Steuergeschenke an GroßunternehmerInnen gehen.

Müde Verständniserklärungen oder Ignoranz gegenüber unseren Forderungen ist der derzeitige Tenor der kapitalistischen SPÖVP-Regierung. Doch eine Verbindung der Proteste und Streiks von Beschäftigten mit unserem Unistreik setzt diesem ein Ende: Bestreikte Betriebe bringen der Wirtschaft Milliardenverluste und machen die kapitalistische SPÖVP-Regierung mehr als nervös. Eine breite Front von Beschäftigten, StudentInnen und SchülerInnen in einer Streikbewegung sind die beste Voraussetzung um auch tatsächlich unsere Forderungen umsetzen zu können!

Verbinden wir die Proteste der KindergärtnerInnen, der Metallergewerkschaft und der Druckereibeschäftigten dauerhaft mit unserer Streikbewegung! Verstärken wir die Effektivität unserer Streikbewegung, indem wir auch Beschäftigte anderer Branchen, sowie SchülerInnen und fortschrittliche, soziale Bewegungen für diese breite Front gewinnen! Organisieren wir mit dem Startschuss am Mittwoch weitere Aktionstage, die sich in gemeinsamen Demos und Streiks bishin zum Generalstreik äußern! Halten wir neben unseren StudentInnenplena auch gemeinsame Plena mit diesen anderen Teilen der Bewegung ab, um gemeinsame Anliegen zu benennen und den Diskussionsprozess auszuweiten! Durch dieses Vorgehen bekommen wir die Möglichkeit unsere Forderungen Wirklichkeit werden zu lassen! Wir haben einen Schneeball losgetreten, der, wenn er zu einer Lawine anwächst, die kapitalistische Profitlogik untergraben kann, die auch für die schlechte Situation an den Unis verantwortlich ist.

 

 



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