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Bericht über die Demonstration der Kindergärtnerinnen am 17. Oktober 2009von Johannes Wiener und Lisa Pichler Am Samstag, dem 17. Oktober, fand eine Demonstration der Kindergärtnerinnen und Kindergärtner statt. Dieses relativ breite Aktionsbündnis reichte von den InitiatorInnen des Kindergartenaufstandes, diverse Berufsverbände der KindergärtnerInnen, über IG work@social Wien in der GPAdjp bis zu den Grünen. Einige linke Organisationen (SLP, Linkswende) waren auch anwesend. Und natürlich nahmen auch wir, AktivistInnen von der LSR und der Jugendorganisation REVOLUTION, an der Demonstration teil. Interessant an dieser Demonstration war, dass sie sich nicht auf einige Hundert TeilnehmerInnen beschränkte, sondern 2000 bis 2500 Menschen umfasste. Zahlreiche KindergärtnerInnen sowie UnterstützerInnen waren gekommen. Auf zahlreichen Transparenten bekundeten die PädagogInnen ihren Unmut. In Gesprächen wurde auch rasch klar, daß die KindergärnterInnen die Schnauze gestrichen voll haben und zu massiven Protestaktionen bereit sind. Beeindruckend an den Protesten ist auch das hohe Mass an Organisierung an der Basis. Eine ähnlich positive Stimmung zu Protesten merkten wir im Vorfeld der Demo, als wir in einigen Wiener BAKIP’s unter den angehenden KindergärtnerInnen Unterschriften in Solidarität mit dem Widerstand sammelten. Wir, REVOLUTION und die LSR, traten mit einem Flugblatt sowie Demo-Sprüchen für höhere Löhne, mehr öffentlichen Kindergärten mit kleineren Gruppen und mehr Betreuungspersonal, mehr Geld für Bildung sowie eine Überführung aller Kindergärten in eine einheitliche staatliche Trägerschaft - unter Kontrolle von uns Beschäftigten, der Gewerkschaften und Eltern. Dies ist auch sehr wichtig, um die gesellschaftliche Rolle der Kinderbetreuung, die jetzt vor allem auf Frauen umgewälzt wird, aufzubrechen. Es ist sehr wichtig, dass keine Privatunternehmen irgendwelche Profite aus der Betreuung unserer Kleinkinder herausschlagen. Ebenso traten wir für die Ausweitung der Proteste hin zu Streiks ein. Unser Block auf der Demo hat es relativ gut geschafft, mit den anderen TeilnehmerInnen zu interagieren und mit ihnen gemeinsam Demosprüche zu rufen („Löhne rauf, jetzt sofort!“, „Geld für Kinder, nicht für Banken!“,...). Wir zeigten im Gegensatz zu den Grünen u.a. deutlich mehr Aktionismus und konnten uns durch die Verwendung von Megafonen und politischen Sprüchen gut abheben. Andere Gruppen konnten hingegen nur durch kindergerechte Luftballons und Musik auffallen, was etwas unangebracht wirkte, da diese Thematik doch deutlich mehr umfasst, als bloß unsere Kinder. Sehr gut war auch, dass wir bei der Abschlusskundgebung unsere Forderung nach Streik anbrachten, was die Stimmung gewaltig anheizte. Die nächsten Wochen sollten jetzt genützt werden, um den Widerstand an der Basis aufzubauen, die Gewerkschaften in die Pflicht zu nehmen und Streiks zu organisieren.
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