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Kinder liegen uns am Herzen, aber ohne Rückenschmerzen!Flugblatt der Liga der Sozialistischen Revolution für die Demo der KindergärtnerInnen am 17.10.2009Das Bild, das die meisten von uns KindergärtnerInnen haben ist mehr als veraltet: Immer freundlich lächelnd, immer nachgebend und betont ruhig. In Wirklichkeit leisten wir wertvolle gesellschaftliche Arbeit als PädagogInnen, Tag für Tag. Die Arbeitsumstände sind mehr als mies: Wenig Lohn (vorallem als KindergartenhelferIn), Kindergruppen von 20-27 pro qualifizierter KindergärtnerIn, in der Regel unbezahlte Vor- und Nachbereitungszeit, usw. Und dabei immer freundlich lächeln und nachgeben - auch (und vorallem) gegenüber dem Arbeitgeber? NEIN, DANKE!
Wir sind starke, zähe und erfahrene PädagogInnen! Wir leisten enormen Wert für die Gesellschaft, wir erziehen immerhin die nächsten Generationen! Wenn wir heute und die nächste Zeit für angemessene Arbeitsumstände kämpfen, dann tun wir das nicht aus egoistischen Motiven - sondern zum Wohle derer, die wir erziehen. Wie gut können KindergärtnerInnen mit Burn-Out wohl arbeiten? Unter dem Motto des "Gratis-Kindergartenjahrs" haben sich auch unsere Arbeitsumstände enorm verschlechtert. Ja, wir sind für gratis Kindergärten vorallem für die Kinder aus ärmeren Familien! Aber wir sind für qualitativ hochwertige Kindergärten und -krippen, wir sind für eine massive Aufstockung des qualifizierten Personals, wir sind für ausreichendem Spiel- und Bastelmaterial und wir sind für einen einheitlichen Kollektivvertrag mit passender Entlohnung! Doch das jetzige Projekt der Stadt Wien bedeutet lediglich Gruppenvergrößerungen bei gleicher Anzahl an PädagogInnen.
Auf den Rücken von uns, und letzten Endes auf dem Rücken der Kinder wird gespart, während die Banken Milliarden geschenkt bekommen! Um unseren Arbeitskampf effektiv zu gestalten, müssen wir uns vernetzen und den Kontakt zu anderen Lohnabhängigen suchen! Gerade wenn wir die Proteste verschiedener Beschäftigter zusammenführen, sind wir eine bedrohliche Kraft für den kapitalistischen Staat und die UnternehmerInnen! Um dem Kampf gegen die Ungerechtigkeit des Kapitalismus mit den konkreten Arbeitskämpfen aller Lohnabhängigen zu verbinden, sind wir von der Liga der Sozialistischen Revolution aktiv.
Im Kampf für bessere Arbeitsbedingungen fordern wir: • Massive Erhöhung der Löhne, angepaßt an den KV der BAGS! • 35 Stunden-Woche bei vollem Lohn- und Personalausgleich! • Qualifizierte, von der Gewerkschaft kontrollierte, Ausbildungs- und Weiterbildungsmaßnahmen, sowie Ausbildungsvergütung, die ein selbständiges Leben ermöglicht! • Kleinere Betreuungsgruppen – höchstens 8 Kinder pro qualifizierter/m BetreuerIn • Überführung aller Kindergärten in eine einheitliche staatliche Trägerschaft - unter Kontrolle von uns Beschäftigten, der Gewerkschaften und Eltern! • Ausreichende staatliche Finanzierung aller Einrichtungen, finanziert aus der Besteuerung von Kapital und Besitz! • Für Maßnahmen des Arbeitskampfes bis hin zum Generalstreik, um das durchzusetzen - wir meinen es ernst!
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