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Revolutionäre Frauen in der Geschichte: Clara Zetkin

 

Von Marija Cubalevska

 

Clara Zetkin wurde am 5. Juli 1857 als Tochter eines sächsischen Dorfschullehrers geboren. Im Alter von 17 Jahren zog sie nach Leipzig um dort eine 4-jährige Ausbildung zur Lehrerin zu machen. Dort lernte sie einige russische Studenten kennen, die sie mit dem Sozialismus bekannt machten. Darunter war auch Ossip Zetkin, in den sie sich verliebte. Als 1880 das Bismarck’sche Sozialistengesetz verhängt wurde, floh Ossip nach Frankreich. Clara selbst ging nach Österreich und 2 Jahre später nach Zürich, wo sie für die Zeitung „Sozialdemokrat“ schrieb. Kurze Zeit danach zog sie nach Paris und heiratete Ossip Zetkin. Dieser erkrankte jedoch bald darauf schwer und so mußte sie sich um ihn, Kinder, Haushalt und Einkommen zu kümmern. Das machte ihr die Lage vieler Frauen deutlich und sie begann sich für die Frauenbefreiung im besonderen einzusetzen.

 

Beim Gründungskongress der 2. Internationale (1889 in Paris) trat sie für die völlige Gleichberechtigung von Mann und Frau ein und gründete ein internationales Frauensekretariat. Auch der internationale Frauentag geht unter anderem auf sie zurück.

 

1890 zog sie mit dem Fall des Bismarck’schen Sozialistengesetzes wieder nach Deutschland. Ein Jahr später wurde sie Redakteurin der „Gleichheit“, einer sozialistischen Frauenzeitung. Politisch war sie immer im linken Flügel der Sozialdemokratie aktiv und entwickelte die marxistische Theorie zu Frauenbefreiung weiter.

 

Auf der internationalen Sozialistenkonferenz in Basel 1912 hielt sie eine flammende Rede gegen den drohenden Weltkrieg. Nach Kriegsausbruch war sie Teil der linken Anti-Kriegsopposition, wie auch Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht. Der Kaiser ließ sie deswegen festnehmen. Nach ihrer Entlassung nahm sie ihre politische Arbeit sofort wieder auf: sie verbreitete Anti-Kriegs-Propaganda in der „Gleichheit“, woraufhin sie entlassen wurde und zur Leipziger Volkszeitung wechselte. 1916 schloß sie sich dem von Rosa Luxemburg gegründeten „Spartakusbund“ an (Opposition in der SPD) und ging mit dieser 1917 zur USDP. 1919 schließlich trat sie der Kommunistischen Partei bei. 1919 bis 1920 war sie unter den ersten 13 weiblichen Abgeordneten der „Verfassungsgebenden Landesversammlung Württembergs“, wo sie im September 1919 gegen Annahme derer Verfassung stimmte. Von 1920 bis 1933 war sie für die KPD im Reichtsag der Weimarer Republik. Ab 1919 gab sie die Zeitung „Die Kommunistin“ heraus. Von 1921 ab war sie Präsidentin der „Internationalen Arbeiterhilfe“ und von 1921 bis 1933 Mitglied des Exekutivkomitee der Kommunistischen Internationale. 1925 wurde sie außerdem zur Vorsitzenden der Roten Hilfe Deutschlands gewählt. Sie war von Anfang an eine begeisterte Anhängerin der russischen Revolution, dennoch kam sie 1920 zum 1. Mal nach Russland, wo sie sich bis zu ihrem Lebensende die meiste Zeit aufhielt. Sie starb am 20. Juni 1933 in Angelskoje bei Moskau im Alter von 76 Jahren.

 


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