
Liga der Sozialistischen Revolution
Liga der sozialistischen Revolution
Der ArbeiterInnenstandpunkt, eine aktivistische revolutionär-marxistische Organisation mit langer Tradition, hat sich umbenannt in Liga der sozialistischen Revolution. Diese Umbenennung geschieht angesichts der sich zuspitzenden politischen Entwicklungen in unserer Zeit. Diese Entwicklungen zeigen immer offener die Notwendigkeit zur Zerschlagung des kapitalistischen Systems und somit zur Organisierung der Unterdrückten, ArbeiterInnen und Jugendlichen, hin zur sozialistischen Revolution auf. Somit bringt unser neuer Name, Liga der sozialistischen Revolution, genau das auf den Punkt, was seit Jahren und Jahrzehnten Programm und Ziel des ArbeiterInnenstandpunkt als Teil unserer internationalen Organisation – der „Liga für die 5.Internationale“ – war und ist: Den Aufbau einer Partei zur Befreiung aller Unterdrückten dieses Systems durch eine Revolution und die Errichtung eines tatsächlich demokratischen Systems, des Sozialismus.
Doch warum einen traditionsreichen Namen wie den „ArbeiterInnenstandpunkt“ ändern – zumal es keine Veränderung der Organisation im Sinne einer Abspaltung oder Fusion gibt?
Um diese Frage zu beantworten, darf man sich nicht auf kleinere Punkte taktischer Überlegungen beschränken, sondern muß die gesamtgesellschaftlichen Verhältnisse und die daraus folgende langfristige, revolutionäre Strategie erkennen.
* Wir leben in einer Phase des sich immer rascher verschärfenden Klassenkampfes: Imperialistischer Krieg, zunehmende Kluft zwischen dem Reichtum imperialistischer Länder und der schreienden Armut der sogenannten Dritten Welt (der Halbkolonien), der wachsende Wohlstand einer Minderheit der Bevölkerung, der KapitalistInnen auf Kosten der Lohnabhängigen, dramatische Veränderung der Umwelt durch die kapitalistische Plünderung der Natur und mit all diesen Gründen einhergehend eine Zunahme der Migration – eine wie Lenin es beschrieb „vom Kapitalismus verursachte Völkerwanderung“ – und der gleichzeitig wachsende Rassismus gegen MigrantInnen.
* Diese vielfachen, alle Ebenen umfassenden Schläge der unterdrückerischen Klasse, der Bourgeoisie gegen die Lohnabhängigen, die ArbeiterInnenklasse, machen die Notwendigkeit zum Widerstand, letztenendes die Notwendigkeit zum Sturz des Kapitalismus deutlich. Doch auch wenn Millionen von Menschen nach einer Alternative zum kapitalistischen Wahnsinn suchen, wissen doch viele nicht, wie diese Alternative aussehen soll. Unser Programm bietet eine solche Alternative an, unser neuer Name, bringt die Eckpunkte unseres Programms auf den Punkt: Eine sozialistische Gesellschaft erkämpft durch eine Revolution der ArbeiterInnenklasse.
*. Unter dem Banner dieses Klassenkampfes eine Partei der Revolution und des Sozialismus – somit eine Partei zur Befreiung der Arbeiterklasse – aufzubauen, bedeutet, diese Partei in allen ihren Ebenen über ihr Ziel zu definieren. Unter diesem Banner steht nicht nur das Programm als zentrales Fundament der revolutionären Organisation, nicht nur die Anwendung der revolutionären Politik in jeder Situation, sondern auch der Name als Gesicht der Organisation. Dieses Gesicht ist es, das als erster Eindruck für das Herz und Hirn der Organisation steht. Dieser Name ist es, der den Weg der revolutionären Organisation hin zur revolutionären Partei andeutet. Dieses Gesicht ist es, das die KämpferInnen für eine bessere Welt, die RevolutionärInnen, wie ein unüberhörbarer Herold zur Befreiung ruft. Im selben Maße wollen wir uns mit diesem Namen auch stark von allen Feinden des Proletariats abgrenzen. Angefangen von der Bourgeoisie, über ihre Handlanger in der ArbeiterInnenbewegung wie Sozialdemokratie und Gewerkschaftsbürokratie, bis hin zu zentristischen Organisationen, deren Sozialismus nur in Worten, nicht jedoch in Taten existiert.
* Im selben Sinne verändert sich die Stimme der Organisation, die Zeitung. Nach wie vor umfaßt sie AutorInnen, die aus den Reihen der ArbeiterInnen, der SchülerInnen wie StudentInnen kommen. Mit ihrem neuen Namen „Befreiung“ zeigt sie das gemeinsame Ziel der Unterdrückten in der Gesellschaft auf– das Ziel, daß sich für jedeN UnterdrückteN im Kapitalismus, unabhängig vom marxistischen Bewußtsein, aus der täglichen Erfahrung der Ausbeutung und Unterdrückung aufdrängt: Befreiung! Befreiung aus einem System der Ausbeutung, der Willkür einiger Weniger, die über das Leben der Mehrheit bestimmen. Die Zeitung „Befreiung“ setzt sich somit mit den tagtäglichen, politischen Geschehnissen auseinander und reicht die Hand allen, die aktiv werden wollen. Längere theoretische Ausarbeitungen, genauere Darlegung der revolutionär-marxistischen Positionen finden sich wiederum nicht nur im Programm, sondern auch im theoretischen Journal der Liga der sozialistischen Revolution, dem Journal „Unter der Fahne der Revolution“, wie auch im deutschsprachigen Theorieorgan der LFI (Liga für die 5.Internationale), im RM (Revolutionärer Marxismus).
Die „Liga der sozialistischen Revolution“ beschreitet somit denselben Weg des Kampfes, den sie in der Vergangenheit unter dem Namen ArbeiterInnenstandpunkt beschritten hat. Den Weg des Kampfes, den Marx, Engels, Lenin und Trotzki und alle Verbündeten in ihren Reihen schufen.
Sie ist die österreichische Sektion der Liga für die 5.Internationale und organisiert sich zum Sturze des Kapitalismus durch eine sozialistische Revolution. Aus der Tradition des Kampfes erwächst die Zukunft zur Befreiung, aus dem ArbeiterInnenstandpunkt erwächst die Liga der sozialistischen Revolution. Alle die aktiv für den Sturz dieses Systems kämpfen wollen – nehmt Teil am Aufbau einer revolutionären Partei der Arbeiterklasse, nehmt Teil am Aufbau der LSR, der Liga der sozialistischen Revolution!
ProletarierInnen aller Länder vereinigt euch! Auf in die Zukunft, kämpfen wir für die sozialistische Revolution!