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Italien:
Volksfront will neue Regierung stellen
86% der Wählerschaft Italiens ging zu
den Urnen und entschied die Wahl knapp zu Gunsten von Prodis
Unionsbündnis. Im Parlament erzielte diese Allianz mit 49,8% der
Stimmen nur eine hauchdünne Mehrheit von 0,7% gegenüber
Berlusconis Partei. Im Senat, der zweiten Kammer, verfügt das
Unionsbündnis über noch weniger Stimmen, aber dank des
merkwürdigen, von Berlusconi eingeführten
Mehrheitswahlsystem, hat Prodi eine Mehrheit von 2 Sitzen. Das
Wahlsystem war von Berlusconi erst im Dezember 2005 geändert
worden, so dass ein System von proportionaler Repräsentanz, das
die Existenz von Parteienkoalitionen stärker berücksichtigte,
herauskam. Die 6 Millionen Auslandsitaliener sollten Stimmrecht
wahrnehmen können, und eine Klausel besagte, dass die
größte Partei im Parlament mit mehr Sitzen eine
arbeitsfähigere Regierung bilden sollte. Berlusconi wollte damit
die Rechten stärken, aber der Schuss ist nach hinten losgegangen.
Der wacklige Sieg von Prodis Koalition im
Parlament mit gerade einmal 25000 Stimmen mehr, wirkt sich in der
Sitzverteilung nun 340:277 und im Senat mit 158:156 aus. Der
Wahlausschuss brauchte 20 Stunden, um das knappe Ergebnis amtlich
festzustellen. Noch nach Prodis Siegesansprache focht Berlusconi das
Wahlresultat an und forderte eine große Koalition nach deutschem
Vorbild, dem widersprach Prodi jedoch zeitig und die
Glückwünsche aus dem Ausland taten ihr übriges.
Im Wahlkampf hatte Berlusconi schamlos seine
Kontrolle über weite Teile der italienischen Medien ausgenutzt und
hatte Prodi als verrückt hinstellen lassen und dessen Koalition
mit der chinesischen KP verglichen.
Seine Amtszeit war geprägt von
Gesetzen, die es verhindern sollten, dass er von
Antikorruptionsausschüssen verfolgt wurde. In dieser Hinsicht war
Berlusconi der erzkorrupte italienische Populist. Das Wahlergebnis
zeigt den Erfolg einer solchen Figur bei den reaktionären
Mittelschichten, während Prodis Sieg auf den heftigen Hass der
Arbeiterklasse gegen Berlusconi verweist, die in den vergangenen 5
Jahren mehr als einmal Auseinandersetzungen gegen ihn geführt
hatten.
Beginnend mit der massiven Konfrontation
gegen den italienischen Staatsapparat während der Proteste gegen
den G8-Gipfel im Sommer 2001 sah sich Berlusconi von einer militanten
und radikalen Arbeiterbewegung bedroht, die durch die zentrale Rolle
politisiert worden war, die sie für die Entwicklung der
antikapitalistischen und Antiglobalisierungsbewegung in Europa gespielt
hatte. Bei mehreren Anlässen war sie in gewaltiger Zahl auf den
Straßen präsent, wie z.B. gegen den Irakkrieg, gegen
Rentenkürzung, Arbeitsmarkt-, Gesundheits- und Bildungsreformen
und andere Aspekte der neoliberalen Politik.
Besonders 2002 und 2003 gab es riesige
militante Mobilisierungen, vom Generalstreik, der von 13 Millionen
befolgt wurde, über den Kampf gegen den Irakkrieg bis zu weiteren
Generalstreiks gegen die Rentenreform. Es waren hervorragende
Gelegenheiten, Berlusconi aus dem Amt zu jagen.
Aber sie wurde vertan durch die
Demobilisierungspolitik der linksreformistischen Rifondazione
Comunista, der Demokratischen Linke sowie der CGIL- und anderer
Gewerkschaftsführungen, die vor einer Konfrontation mit der
Regierung zurückscheuten, die den Staat hätte destabilisieren
und eine revolutionäre Situation hätte herbeiführen
können.
Diese Massenopposition gegen den
Neoliberalismus, gepaart mit Berlusconis Unfähigkeit, den
knallharten Neoliberalismus in seinem System der Protektion und
Vetternwirtschaft zu etablieren, führte dazu, dass auch Italiens
herrschende Klasse zunehmend unzufrieden mit der Regierung wurde.
Die italienische Ökonomie näherte
sich mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von gerade einmal
0,7% während der letzten 5 Jahre immer mehr der Stagnation. Ihr
dominanter Sektor ist die Fertigungsindustrie, die sich natürlich
gegen billige Importe zur Wehr setzen muss. Die italienische Wirtschaft
hat einen großen Staatssektor, der eine Überschuldung von
106% des Bruttoinlandsprodukts mit sich bringt. Es gibt zu wenig
Multi-nationale Konzerne, die im Weltmaßstab konkurrenzfähig
sind.
Die neoliberale Arznei der Kürzungen
bei den Staatsausgaben für Soziales, der Privatisierung,
Maßnahmen gegen staatliche Regulierung (Italien hat den
reguliertesten Markt der OECD) und Angriffe auf die soziale Sicherheit
ist das Heilmittel für die Mehrheit der italienischen herrschenden
Klasse.
Berlusconi jedoch ist kein absoluter
Anhänger des freien Markts, denn sein Geschäftsimperium hat
er durch monopolistische Praktiken und Korruption aufgebaut und hat der
herrschenden Klasse nur zwei größere Siege gegen die
Arbeiterbewegung beschert. Seine Renten- und Arbeitsmarktreformen haben
den Staatssektor weitgehend unbehelligt gelassen.
Italiens Bosse suchen wie ihre anderen
europäischen Partner nach einer Thatcher die, die Arbeiterklasse
angreift und die notwendigen Schockmaßnahmen ergreift, damit die
Wirtschaft wieder reibungsloser funktioniert.
Wird die Prodi-Regierung ihnen das
ermöglichen? Er wird es natürlich versuchen. Prodi ist einer
der Architekten der Lissabonner Agenda, die 2000 mit der Maßgabe
beschlossen wurde, Europa 2010 zur stärksten neoliberalen
Ökonomie zu machen, die es mit den USA aufnehmen und eine
beherrschende Rolle in der Weltpolitik spielen kann. Die europaweiten
Attacken auf die Arbeiterklasse seither lassen sich auf diese wichtige
Weichenstellung zurückführen.
Die Sorge der Bosse gilt daher nicht Prodis
Willfährigkeit, sondern ob seine Koalitionspartner nach der
neoliberalen Pfeife tanzen werden.
Prodis Koalition stützt sich auf die
Rifondazione Comunista und die Demokratische Linke, die in den letzten
5 Jahren beide an der Spitze der Massenauseinandersetzungen gegen
Berlusconi standen und sie demobilisieren konnten. Ein italienischer
Korrespondent kommentierte dies auf den Webseiten der BBC zu den
italienischen Wahlen so: „Die Koalition auf der Linken besteht aus
Parteien, die nur der Wunsch eint, Berlusconi zu schlagen.“
In der italienischen Arbeiterklasse und der
Antiglobalisierungsbewegung ist das Gefühl weit verbreitet, dass
ein Eintritt in die Regierung die Voraussetzung sei, um den korrupten
Berlusconi loszuwerden, obwohl der Rifondazione-Chef Bertinotti auf dem
Europäischen Sozialforum in Florenz 2002 noch versprochen hatte,
dass die Partei ‚nie wieder’ eine Regierung wie Prodis Olivenkoalition
1996-1998 unterstützen werde. In nur 4 Jahren hat sich
Rifondazione von dieser Position weg bewegt und ist nun wieder dabei,
in ein Volksfrontregierung einzutreten, die von eben jenem Prodi
geführt wird!
Sie haben die Bewegung systematisch
demobilisiert und auf wahlpolitische Entscheidungen orientiert die, die
Illusionen in den bürgerlichen Staat verstärkt und sie von
Klassenkonfrontation und dem Kampf um Arbeitermacht abgelenkt.
Noch schlimmer ist es um das gemeinsame
Manifest der Unionskoalition bestellt, das auch neoliberale Reformen
durchführen will. Unter „anti-neoliberal“ verstehen sie die
Rückkehr zu einigen keynesianischen Maßnahmen und zum
korporatistischen Kompromiss zwischen Gewerkschaftsführung und
Kapitalisten.
Auf den Seiten 28 und 29 des Dokuments wird
eine Wirtschaftspolitik auf den Prinzipien der Lissabonner Strategie
2000 vorgeschlagen, die von den Regierungen der Europäischen Union
beschlossen wurde. Außerdem wird ein Reformplan mit 3 Zielen
entwickelt: ein günstigeres Investitionsklima und verbesserte
Konkurrenzfähigkeit, Qualitätssteigerung der Leistungen und
Kostensenkung in der Staatsverwaltung. Der einzige kleine Appetithappen
für die Arbeiterklasse ist die teilweise Ablehnung des
Biagi-Gesetzes, das vorsieht, die Arbeiter zu verschlechterten
Arbeitsverträgen zu beschäftigen.
Jede Kürzung bei den öffentlichen
Ausgaben, jede Privatisierung und Marktreform bedeutet eine
größere Auseinandersetzung mit der Arbeiterbewegung die, die
Koalition an die Regierung gebracht hat. Das wird Rifondazione als
linkeste Kraft in der Regierung und mit den stärksten Verbindung
zu den Basisbewegungen vor die Wahl stellen: entweder Kampf auf den
Straßen, was die Koalition in die Krise bringen wird oder linke
Flankendeckung für ein aggressives Konterreformprogramm.
Rifondazione wird versuchen zwischen beiden
Polen hin und her zu manövrieren. Die Partei will eher den
populären Arbeiterprotest verlangsamen als die Richtung des
Reformprogramms verändern, wird ständig davor warnen, mit dem
Protest zu weit zu gehen, weil das eine neue rechte Regierung
heraufbeschwören könnte.
Dies ist ein übles Beispiel für
eine reformistische falsche Führung in einem Zeitabschnitt, der
für Italien eine Lage mit vielen guten Gelegenheiten bietet, die
Arbeiterklasse an der Spitze eine militanten internationalen Bewegung
an die Macht zu führen, die gegen den Neoliberalismus kämpft.
Für eine solche Strategie muss eine
revolutionäre Partei in Italien aufgebaut werden, die bewaffnet
ist mit einem Programm von Übergangsforderungen, das eine
Brücke schlägt vom Kampf gegen Krieg und Neoliberalismus zur
Machteroberung der Arbeiterklasse.
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Demonstration am
21. Juni gegen den EU-USA-Gipfel
Aufruf der
Aktionseinheit BUSH GO HOME!
Wir - Menschen, die sich gegen Krieg, Besatzung, neoliberalen Sozialabbau und Umweltzerstörung engagieren - empfindenden den Besuch des US-amerikanischen Präsidenten George W. Bush im Rahmen des EU-USA Gipfels schlicht als eine Provokation. Denn mit Bush kommt einer der größten lebenden Kriegsverbrecher nach Österreich , der für jahrelange Kriege und Besatzung sowie für die grausamen Folterungen in Abu Ghraib, Guantanamo und die geheimen CIA-Gefängnisse in Europa verantwortlich ist. Mit Bush kommt aber auch ein Symbol für Sozialabbau, Umweltzerstörung und der Diskriminierung von ethnischen und sozialen Minderheiten nach Österreich. Zurecht wurde Bush vom venezolanische Präsidenten Hugo Chavez als "Mister Danger" bezeichnet. Aber auch die VertreterInnen der EU haben durch ihr Verhalten klar gemacht, daß sie bereit sind , für die Wahrung ihrer Interessen über Leichen zu gehen und rüsten für geplante Kriege. Gleichzeitig sind Angriffe auf die Interesse der Lohnabhängigen, Frauen und MigrantInnen in fortschreitendem Maße trauriger Alltag.
Wir werden dem Kriegstreiber Nr. 1 und Einpeitscher neoliberaler Politik den "heißen " Empfang bereiten, den er verdient. Anders als er werden wir uns ausschließlich politischer Mittel bedienen.
Rund um den 21. Juni werden die "Augen der Welt " auf Österreich gerichtet sein. Jetzt gilt es zu zeigen, daß es ein "anderes Österreich" gibt, ein soziales, eines des "aufrechten politischen Gangs" (Ernst Bloch), des Widerstands. Wie bei den großen Demonstrationen gegen den Irak-Krieg vor einigen Jahren streben wir große politische Breite an: Gewerkschaften, soziale Bewegungen, Jugendliche, fortschrittliche Kräfte in diversen politischen Organisationen und Parteien, engagierte KünstlerInnen.
Während Bush und seine "Begleiter" sowie die EU-VertreterInnen Wien plus Umgebung in eine "Festung" verwandeln wollen, werden wir - auch mit viel Phantasie - Alternativen aufzeigen: Alternativen zum Kriegskurs der USA; Alternativen zu Aufrüstung, Rassismus, Sozialabbau bzw. der Prekarisierung der Lebensverhältnisse. Wir werden demzufolge in Wien eine internationale Großdemonstration organisieren – begleitet von Protestaktionen in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen (an den Schulen etwa ist ein Streik geplant). BündnispartnerInnen sind Jugendliche und ArbeitnehmerInnen in Österreich, den USA und international, unsere GegnerInnen sind neoliberale KriegstreiberInnen in Österreich, den USA und international.
Wir protestieren gegen den EU-USA Gipfel,
- weil wir entschieden für das Selbstbestimmungsrecht der Völker eintreten - im Irak, Afghanistan, Palästina und anderswo.
- weil wir das atomare Säbelrasseln gegen den Iran sowie die US-amerikanischen Drohungen gegen Kuba und Venezuela verurteilen.
- weil wir den weltweit zunehmenden Militarismus unter dem Schlagwort "Krieg gegen den Terror" zurückweisen. Auch die EU und Österreich betreiben mit der Aufstellung der EU-Battlegroups eine massive Aufrüstung.
- weil wir das Regime in der Türkei ablehnen: Dieses unterdrückt die kurdische Minderheit sowie fortschrittliche Organisationen im eigenen Land und dient sich den westlichen Großmächten als Stützpunkt für deren Kriegsführung im Nahen Osten an.
- weil wir den zunehmenden Rassismus unter den Schlagworten "Krieg gegen den Terror" und "Kampf der Kulturen" zurückweisen und gleiche soziale und demokratische Rechte für alle Menschen fordern.
- weil wir den weltweiten Ausbau von Polizeistaat und die Einschränkung demokratischer Rechte unter der Federführung der Bush-Administration zurückweisen.
GEGEN NEOLIBERALISMUS UND KRIEG! GEGEN RASSISMUS UND ANTISEMITISMUS!
FÜR EIN ANDERES ÖSTEREICH IN EINEM ANDEREN EUROPA UND IN EINER ANDEREN WELT!
AKTIONSEINHEIT 21.JUNI: "BUSH GO HOME!"
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EU-USA-Gipfel und
Besuch des Kriegsverbrechers Bush in Wien um den 21. Juni:
Wien wird zur Anti-Bush-Stadt!
Stellungnahme von Michael Pröbsting
(Sprecher des ArbeiterInnenstandpunkt) bei der Pressekonferenz des
Bündnisses BUSH GO HOME! am 26. April
Der bevorstehende Besuch des
US-amerikanischen Präsidenten George Bush in Österreich
anläßlich EU-USA-Gipfels um den 21. Juni in Wien ist
für alle Gegner von Krieg und Neoliberalismus eine Provokation schlechthin. Mit George Bush kommt der
weltweit größte lebende Kriegsverbrecher nach
Österreich.
Als US-Präsident und
oberster Befehlshaber der amerikanischen Streitkräfte
verkörpert George Bush wie kein anderer die Verbrechen der
imperialistischen Supermacht. Er ist „Mister Danger“ – wie ihn
Venezuelas Präsident Hugo Chavez treffend bezeichnete.
* George Bush steht für
den völkerrechtswidrigen Überfall und Besatzung von Irak und
Afghanistan!
* George Bush steht für
Gefangenhaltung und Folter von tausenden Menschen in Guantanamo, Abu
Ghraib und den geheimen CIA-Gefängnissen in Europa!
* George Bush steht für
drohende Sanktionen und militärische Angriffe auf den Iran, wobei
die zuständigen Pentagon-Planer sogar der Einsatz von „taktischen
Nuklearwaffen“ vorsehen!
* George Bush steht für
die jahrelange Förderung und Finanzierung der rechtsradikalen
Sharon-Regierung in Israel, durch die die Unterdrückung der
palästinensischen Bevölkerung einen neuerlichen
Höhepunkt fand!
* George Bush steht für
den gescheiterten Putschversuch gegen Präsident Hugo Chavez in
Venezuela im April 2002!
* George Bush steht für
die geheime, ungesetzliche Überwachung der eigenen
Bevölkerung durch den Geheimdienst!
* George Bush steht für
die Bereicherung der Superreichen, das aggressive Vorgehen gegen die
ArbeiterInnenbewegung und die arrogante Gleichgültigkeit für
die Hurrikan-Opfer in New Orleans!
* George Bush steht gemeinsam
mit seinem Vize-Präsidenten Cheney für ein
Höchstmaß an korrupter Verfilzung und Verflechtung von
Großkonzernen und politischen Machthabern!
* George Bush steht für
die rücksichtslose Zerstörung der Ozonschicht durch die
Sabotage des Kyoto-Protokolls.
Mit anderen Worten: George Bush
steht für Abu Graib, Jenin, und Guantanamo – er ist die
Verkörperung von Kriegsverbrechertum, imperialistischer Arroganz
und kapitalistischer Raffgier!
Es ist bezeichnend für
Schüssel und seine rechts-konservative
ÖVP-BZÖ-Regierung, daß sie dem amerikanischen
Kriegsverbrecher Nr. 1 den Hof macht. Schüssel fuhr sogar
Anfang Dezember 2005 eigens nach Washington, um den großen
Warlord um seine Aufwartung in Österreich zu bitten. Gilt der
britische Premierminister Blair als der Pudel des amerikanischen
Präsidenten, so tut sich Schüssel als Bush’s
Schoßhündchen Fifi hervor. Aber was tut man nicht alles, um
bei den kommenden Nationalratswahlen als Bundeskanzler mit
internationalen Prestige auftreten zu können?!
Wir müssen davon ausgehen,
daß Schüssel’s Anbiederung an den amerikanischen
Präsidenten auch weitreichenden Folgen für Wien hat. Den
bisherigen Erfahrungen nach bedeutet ein Besuch des
US-Präsidenten, daß die betroffene Stadt in ein Heerlager
unter amerikanischer Kontrolle verwandelt wird. Geht es nach dem Willen
von Bush und seinem Schoßhündchen Schüssel wird Wien
vorübergehend zu einer Kolonie gemacht, in der nichts ohne
Zustimmung des Secret Service passiert.
Doch die internationalen
Erfahrungen mit Bush-Besuchen zeigen auch, daß dieser
Kriegsverbrecher nirgendwo auf der Welt willkommen geheißen wird.
Wo Bush hinkommt, gibt es Massenproteste und massiven Widerstand. Die
heftigen Demonstrationen gestern in Athen gegen den Besuch der
US-amerikanischen Außenministerin Rice unterstreichen erneut den
weltweiten Unmut über die US-amerikanische Kriegspolitik.
Aufgrund der bisherigen
Reaktionen bei unserer Mobilisierung für die Proteste gegen den
Bush-Besuch wissen wir, daß tausende Jugendliche und
ArbeitnehmerInnen darauf brennen, auf der Straße ihren Unmut
über den US-Präsidenten zu zeigen. Sie werden sich davon auch
nicht abhalten lassen, falls die Polizei den Wünschen des Secret
Service entsprechend ein Demonstrationsverbot in Wien bzw. der
Innenstadt erläßt. Wir werden in jedem Fall von unserem
Recht auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit Gebrauch machen und auf
die Straße gehen!
Ein erster Schritt dazu ist die
Aktionskonferenz der Jugendorganisation REVOLUTION (www.revolution-austria.at)
heute Abend, am 26. April in Wien, bei der ein Schulstreik gegen
den Bush-Besuch sowie weitere Protestaktionen geplant wird. REVOLUTION
spielte eine führende Rolle bei der Organisation des Schulstreiks
gegen den Bildungsabbau am 19. Oktober 2005 und plant für den
Juni einen größeren Schulstreik mit tausenden Jugendlichen.
Auf Initiative von REVOLUTION beschloß das Wiener
SchülerInnenparlament am 4. April bereits seine
Unterstützung für den Schulstreik gegen den Bush-Besuch.
Das Bündnis BUSH GO HOME,
an dem neben dem ArbeiterInnenstandpunkt auch zahlreiche weitere
Organisationen teilnehmen, organisiert für den 21. Juni eine
Großdemonstration. Neben den Schulstreik wird es auch zahlreiche
weitere Aktivitäten geben. Die Weltöffentlichkeit und die
internationale Antikriegsbewegung wird im Juni auf Wien blicken. Wir
werden ihnen zeigen: Wien ist eine Anti-Bush-Stadt!
Bei Rückfragen wenden sie
sich an:
Michael Pröbsting
e-mail: ast-lfi@gmx.net,
www.arbeiterInnenstandpunkt.net,
Telefon: 0650/4068314
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Mittwoch, 26.April 18.00
Machen wir Wien zur
Anti-Bush-Stadt!
Aktionskonferenz zur
Organisierung eines Schulstreiks gegen den Bush-Besuch um den
21. Juni
Aktionskonferenz von
REVOLUTION
Wo: Amerlinghaus, Stiftg. 8,
1070 Wien (U3 Neubaugasse)
Freitag,
28. April 2006, 19.00, Amerlinghaus
Eine neue Bewegung im Entstehen:
ImmigrantInnenproteste in den USA
Offenes Treffen des
ArbeiterInnenstandpunkt
Ort: Amerlinghaus, Stiftg. 8,
1070 Wien (U3 Neubaugasse)
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Montag, 1. Mai, ab 9.00
Internationalistische
1. Mai-Demonstration
Ort: vor der Oper (U1, U4
Karlsplatz), 1100 Wien
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ArbeiterInnenstandpunkt:
Stiftgasse 8, 1070 Wien
E-Mail: info@arbeiterinnenstandpunkt.net
Tel.: 0650/406 83 14
http://www.arbeiterinnenstandpunkt.net
Revolution
Stiftgasse 8, 1070 Wien
E-Mail:
onesolutionrevolution@gmx.at
http://www.revolution-austria.at/
Die website der Liga
für die 5. Internationale (LFI): http://www.fifthinternational.org/
Weitere websites der LFI:
http://workerspower.com/
(Britannien)
http://www.arbeitermacht.de/
(Deutschland)
http://www.arbetarmakt.com/
(Schweden)
http://www.pouvoir-ouvrier.org/
(Frankreich)
http://sop.revoluce.info
(Tschechische Republik)