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Mit solidarischen
Grüßen,
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Frankreich: StudentInnen und ArbeiterInnen im Kampf
Die Szenen erinnern an den Mai
1968 - wenn auch auf niedrigerem Niveau. Spezialeinheiten der CRS
stürmten am 11. Februar die Pariser Sorbonne, um 200 StudentInnen
und andere BesetzerInnen zu räumen, die seit vier Tagen das
Gebäude besetzt hielten.
Die Spezialeinheiten der
Polizei setzten Tränengas und Schlagstöcke ein. Mindestens
zwei Menschen wurden schwer verletzt und elf festgenommen.
Schon am Freitag davor hatten
die Sicherheitskräfte symbolische Barrikaden auf dem Boulevard
Saint Michel in der Nähe der Uni gestürmt. Die
protestierenden AktivistInnen riefen ihnen zu: „Die Sorbonne
gehört den Studenten.“ Rund 40 Universitäten waren zu diesem
Zeitpunkt bereits besetzt (jetzt sind es mehr als 60). In Tours
versammelten sich mehrere hundert StudentInnen am Bahnhof und
blockierten drei Stunden lang die Züge.
Innenminister Nicolas Sarkozy,
der schon im Herbst mit seiner rassistischen Hetze die Aufstände
in den Vorstädten provoziert hatte und damit hofft, den Boden
für seine Präsidentschaft, hartes Durchgreifen und einen
thatcheristischen Angriff auf die Lohnabhängigen vorzubereiten,
sah sich gezwungen, seine Kurzvisite auf den Antillen abzubrechen.
Die Proteste richten sich gegen
die Arbeitsmarktreformen des Premierministers de Villepin, das CPE
(Contrat première embauche = Ersteinstellungsvertrag). Im Kern
sieht dieser die Abschaffung des Kündigungsschutzes während
der ersten beiden Jahre des Beschäftigungsverhältnisses vor -
analog zu dem, was bereits seit dem Hochsommer vorigen Jahres durch den
CNE ( Contrat nouvelle embauche , „Neueinstellungs-Vertrag“)
ermöglicht worden ist. Der Unterschied dabei ist, dass dieser per
Regierungsdekret vom 2. August 2005 eingeführte CPE die
Beschäftigten in kleinen und mittelständischen Unternehmen
mit weniger als 20 Mitarbeitern abgeschlossen werden kann – hingegen
betrifft der derzeit in der Gesetzesdebatte befindliche CPE alle unter
26jährigen Lohnabhängigen, die künftig in Unternehmen
beliebiger Größe und Mitarbeiterzahl eingestellt werden.
Die Regierung verspricht, mit
dieser Maßnahme die Jugendarbeitslosigkeit zu senken, die unter
den 18-25jährigen im Landesdurchschnitt bei über 20 Prozent
liegt (bei einer Arbeitslosenrate von 9,6 Prozent unter der
erwerbsfähigen Bevölkerung). In den ärmsten Regionen
liegt sie mittlerweile sogar bei 40 Prozent.
Neben den Angriffen auf die
Jugend liegen auch schon Maßnahmen zur Aufhebung des
Kündigungsschutzes für ältere Beschäftigte in der
Schublade.
Die Salamitaktik der Bosse und
der Regierung ist offensichtlich. Zuerst sollen die Kernschichten der
Klasse, die am stärksten organisiert und potentiell am
kampfkräftigsten sind, durch die Schaffung einer riesigen
Reservearmee Arbeitsloser unter Druck gesetzt werden. Dann geht es
darum, eine unorganisierte, entrechtete Masse junger und alter
ArbeiterInnen zu schaffen. Schließlich sollen die „Privilegien“ –
also die oft hart erkämpften Rechte - der gewerkschaftlich
organisierten Lohnabhängigen geschliffen werden.
Das ist auch der Grund, warum
die Politik der Gewerkschaften in den letzten Jahren, den Angriffen auf
die Jugend und die Älteren ständig Zugeständnisse zu
machen, nicht nur schäbig, sondern auch gefährlich ist, weil
sie natürlich auch neue Angriffe der Regierung provozierte.
So hatten die
Gewerkschaftsführungen, die jetzt mit dem Generalstreik drohen,
noch nach dem 9. März erklärt, dass Widerstand gegen die
Aufhebung des Kündigungsschutzes zwecklos sei. Dabei ist es
offensichtlich: Wenn Chirac, Villepin und Sarkozy gestoppt werden
sollen, dann müssen sie jetzt durch die gemeinsame Aktion der
ArbeiterInnen und Studierenden gestoppt werden!
Am 7. März demonstrierten
SchülerInnen und StudentInnen sowie Teile der ArbeiterInnen trotz
Regen und Kälte gegen das Gesetz. Dieser Aktionstag war von den
Studentengewerkschaften ausgerufen und von den Elternvereinigungen
sowie von den kleineren, kämpferischen Gewerkschaften
unterstützt worden. Die Demos der SchülerInnen wurden durch
Lehrerstreiks, an denen sich rund 30 Prozent der Beschäftigten
beteiligten, unterstützt.
Nach Schätzung der
Organisatoren haben sich mehr als eine Million Menschen an den Demos
beteiligt, in Paris allein mehr als 200.000. Im ganzen Land fanden rund
160 Demos statt. Solidaritätsaktionen brachten den Flug- und
Zugverkehr in 35 Städten zum Erliegen. Mehrere Radiosender waren
eingestellt. Verglichen mit den Aktionstagen einen Monat zuvor hat sich
Zahl der TeilnehmerInnen verdoppelt oder verdreifacht.
Am letzten Wochenende, dem
18./19. März wurde das noch einmal getoppt. Auch die
Gewerkschaftsführungen von LO, CFDT und CGT mobilisierten jetzt.
Mehr als 1,5 Millionen gingen auf die Straße. Falls die Regierung
das Gesetz nicht zurücknimmt, drohen die Gewerkschaften mit einem
eintätigen Generalstreik.
Hinzu kommt, dass sich in der
letzten Woche auch viele Jugendliche aus den Banlieus in
Demonstrationszügen den StudentInnen und ArbeiterInnen anschlossen.
Die Proteste finden die
Unterstützung der großen Mehrheit der Bevölkerung.
Der Aktionstag am 16. März
und die Demos am 18. März gingen auf Aufrufe der StudentInnen und
radikaleren Gewerkschaften zurück, die auch die großen
Föderationen zum Handeln zwangen.
Diese Sympathiewelle und die
stärker werdende Solidarität zwischen ArbeiterInnen,
Jugendlichen und RentnerInnen muss genutzt werden, um die Demos und
Aktionen zu einer landesweiten Streikwelle gegen den Angriff zu
bündeln und zur gesellschaftlichen und politischen Mobilisierung
zu nutzen.
Dazu sind auch entsprechende
Organisationsformen, Koordinierungen und Aktionskomitees notwendig, die
den Kampf führen, organisieren und landesweit vernetzen.
Einerseits sind solche, von
unten aufgebaute und der Basis verantwortliche, Kampforgane notwendig,
um mehr und mehr ArbeiterInnen, StudentInnen, usw. aktiv in den Kampf
einzubeziehen und eine längere Auseinandersetzung mit Staat und
Staatsgewalt durchzustehen. Andererseits sind sie notwendig, um die
Kämpfe der Kontrolle durch die Gewerkschaftsführungen und die
reformistischen Parteien zu entreißen und der Gefahr
entgegenzuwirken, dass die Bewegung auf einzelne eintägige
Großaktionen oder einen nur eintägigen Generalstreik
beschränkt bleibt.
Es besteht die Chance, nicht
nur den Angriff auf den Kündigungsschutz, sondern das gesamte
neoliberale Regierungsprogramm zu stoppen. Doch dies bedeutet, dass –
wieder einmal – die Frage des politischen Generalstreiks aufgeworfen
werden muss.
Diese Frage wird sowohl durch
den Generalangriff der letzten Monate gestellt, aber auch durch den
zunehmenden Popularitätsverlust der Regierung und die Konflikte
zwischen Chirac und Sarkozy.
Letztgenannte Schwächen
der Regierung stellen selbst eine, vorübergehende günstige
Situation dar, mit größtmöglichen Kräften
anzugreifen. Wird diese Chance nicht genutzt, so werden die Angriffe
auf den Kündigungsschutz für die Jugend zu einer Vertiefung
der Spaltung der Arbeiterklasse führen und die Gefahr
erhöhen, dass Sarkozy als nächster Präsident einen neuen
thatcheristischen Angriff auf die Kernschichten der Arbeiterklasse
durchziehen kann.
Die Solidarität und der
gemeinsame Kampf müssen gleichzeitig auch in einem internationalen
Kontext gesehen werden. Der Verdi-Streik in Deutschland, die
Kämpfe der ArbeiterInnen und Jugend gegen die neo-liberalen
Reformen in Italien, die Streiks in Ländern wie Belgien oder
Griechenland zeigen, dass die Lohnabhängigen in ganze Europa vor
ähnlichen Problemen stehen.
All diese Angriffe sind Teil
eines konzertierten Generalangriffs, der auf die Agenda von Lissabon
aus dem Jahr 2000 zurückgeht und auf die Vernichtung von Rechten
und Errungenschaften der Arbeiterklasse und eine dramatische
Verschiebung des Kräfteverhältnisses zu Gunsten des Kapitals
zielt. Zweifellos gibt es Unterschiede im Tempo, der Form, der
politischen und gewerkschaftlichen Traditionen und Führungen in
den verschiedenen europäischen Nationalstaaten. Aber diese
Unterschiede dürfen keine Ausrede sein, den Kampf auf
europäischer Ebene zusammenzuführen und zu koordinieren.
Das Europäische
Sozialforum und die Versammlung der Sozialen Bewegungen vom 4.-7. Mai
in Athen müssen diese Fragen aufgreifen und auf die Tagesordnung
setzen – sie müssen sich der Frage stellen, den Abwehrkampf gegen
den Generalangriff des Kapitals, der europäischen Regierungen und
der EU voranzubringen und zu koordinieren!
Gleichzeitig geht es darum, die
Solidarität mit den Aktionen der Jugend, der StudentInnen und der
ArbeiterInnen in Frankreich zu organisieren, ihren Kampf zu
unterstützen und Chirac, de Villepin und Sarkozy zu schlagen.
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Von Stefan Gröbner
StudentInnen und ArbeiterInnen
kämpfen seit Wochen in ganz Frankreich gegen die unsoziale Politik
der kapitalistischen Lakaien. Auslöser ist das neue Gesetz CPE der
Regierung von Premierminister Villepin, das Arbeitgebern erlaubt,
ArbeiterInnen und Angestellte unter 26 Jahren ohne Nennung von
Gründen in den ersten zwei Jahren jederzeit zu kündigen.
Die Zahl der Demonstranten
nimmt stetig zu. Letzten Samstag gingen 1,5 Millionen Menschen auf die
Straße. Die Anzahl der bestreikten Universitäten und Schulen
steigt täglich, und inzwischen sind über 60 von den 84
französischen Universitäten sowie 313 Gymnasien im ganzen
Land bestreikt. Neben Paris gibt es Berichte von Bordeaux, wo
StudentInnen ihre Universität mit Hilfe des Wachpersonals
verbarikadierten. In Brest stürmten StudentInnen eine McDonalds
Filiale das ein Beispiel für prekäre Arbeitssituationen ist.
In der Stadt Lannion wurde der Eingang der Regionalregierung zugemauert
und die französische Hochgeschwindigkeitsstrecke des TGV
blockiert. In Toulouse wurde der Flughafen bestreikt. Andere
Streikzentren sind Marseille, Nantes, Toulouse und Rennes mit jeweils
10.000en Streikenden.
Um den Streik zu
vergrößern und damit mehr Druck ausüben zu können
trafen sich VertreterInenn der streikenden Schulen und
Universitäten am Wochenende mit den Gewerkschaften um einen
ganztägigen frankreichweiten Generalstreik zu organisieren. Die
Gewerkschaftsspitzen lehnten das Angebot unter dem Vorwand ab,
daß noch nicht alle Gewerkschaften Frankreichs für den
Streik bereit wären. Nur ein Aktionstag am 28- März –
also in erst einer Woche – wurde beschlossen. Diese reformistische
Taktik der Gewerkschaftsbürokratie ist uns seit jeher bekannt. Das
Argument, die Zeit wäre noch nicht reif, beziehungsweise es
müßte bei den Mitgliedern für noch mehr Sympatien
geworben werden, zielt einzig und allein darauf hin, die
Kampfbereitschaft der Anderen zu lähmen und wertvolle Zeit
verstreichen zu lassen, denn die Gewerkschaftsbosse haben gar kein
Interesse an den Streiks. Lieber verhandeln sie mit
der Regierung – der sie viel näher stehen – am grünen Tisch,
da ihnen ihre eigenen Privilegien wichtiger sind. Dasselbe haben wir
immer wieder in Frankreich, Deutschland und Österreich (ÖGB,
SJ, ÖH, KPÖ usw.) gesehen.
Das weiß natürlich
auch Premierminister Villepin und setzt bewußt auf Härte und
gegen ernsthafte Verhandlungen. Trotz alledem gehen zehntausende
ArbeiterInnen und mit ihnen viele einfache GewerkschafterInnen
täglich auf die Straße. Um diese Streikenden zu
demoralisieren, greift die Polizei auf Befehl Villepins zu Repressionen
und räumt Universitäten mit kaltblütiger Gewalt. Diese
Woche wurde der 39-jährige Postgewerkschaftsaktivist Cyril Ferenz
bei einem Sturmangriff der Polizei so schwer verletzt, daß er
sich mit einem Schädeltrauma im Koma befindet. Die Polizei
unternahm nach der Gewalttat nichts, um dem Mann zu helfen und
ließ ihn einfach liegen, bis zwei Studentinnen die Rettung
alarmierten. In Toulouse gingen Polizisten mit Schlagstöcken und
Elektroschocker auf die SchülerInnen und StudentInnen los und
verletzten mindestens 20 von ihnen. Die Sorbonne wurde schon vor Tagen
von der Polizei gestürmt und 170 DemonstrantInnen verhaftet, wovon
noch 70 in Untersuchungshaft sind. Auch in allen anderen Städten
gibt es schwere Übergriffe der Polizisten.
Ein bekanntes Sprichwort
besagt: Wer aus der Geschichte nicht lernt, ist verdammt ihre Fehler zu
wiederholen. Zuerst einmal dürfen nicht die Fehler der
Jugendaufstände in den Banlieues im November 2005 wiederholen.
Obwohl die Rebellen viel Wut und Entschlossenheit besaßen und die
Stärke einer dynamischen und spontanen Bewegung zeigten, gerieten
sie unweigerlich an ihre Grenzen. Der Funke sprang nicht zu den
werktätigen Massen über und auch nicht zu den
SchülerInnen und StudentInnen. Was fehlte war eine
revolutionäre Kraft, die aus den vielen einzelnen, nebeneinander
stattfindenden Kämpfen zu einem gemeinsamen Kampf mit einer klaren
revolutionären Zielsetzung verband. Es fehlte eine
revolutionäre Partei.
Dennoch haben die
Novemberereignisse Auswirkungen auf den heutigen Klassenkampf. Sie
haben den 'friedlichen' französischen Kapitalismus und seinen
Staat entlarvt. Um die Novemberaufstände zu besiegen, musste die
Politik zu Maßnahmen greifen, die vielen Menschen die Augen
über den Charakter unserer 'Demokratie' öffneten. Die
Ausnahmegesetze und die Repressionen der Polizei zeigten deutlich,
daß die Phrasen von Demokratie und Menschenrechte von den
Herrschenden nur benutzt werden, um eine Klassenidylle vorzugaukeln.
Aber in dem Moment, wo tatsächlich diese Werte in Anwendung
kämen, zeigt der Kapitalismus seine kalte Faust. Das ist mitunter
ein Grund, weshalb über 70% der Franzosen die jetzigen Proteste
für gerechtfertigt halten.
In Frankreich gibt es zur Zeit
20% Jugendarbeitslosigkeit. Mit dem CPE versucht die konservative
Koalition den Widerstand der ArbeiterInnenklasse gegen die neoliberale
Offensive aufzubrechen und ihre Errungenschaften im Klassenkampf zu
zerschlagen. Zuerst wird mit den Alten, den Jungen und den
ImmigrantInnen angefangen, denn sie sind die leichtesten Opfer der
KapitalistInnen, um dann der Kern der Arbeiterklasse zu attackieren.
Schon wegen dieser Tatsache haben wir eine Verbindung der Bewegungen
vom November und vom März.
Wir brauchen, um die Fehler von
2005 und 1968 nicht zu wiederholen, einen gemeinsamen Kampf mit klarer
Strategie. Dafür ist die Solidarität der ArbeiterInnen,
SchülerInnen, StudentInnen und aller MigrantInnen notwendig.
Positive Ansätze sehen wir in den vielen gemeinsamen
Demonstrationen. Als nächsten Schritt müssen Aktionskomitees
sowohl an allen Schulen und Universitäten als auch in allen
Betrieben gebildet werden. Diese Aktionskomitees müssen klare
Forderungen aufstellen, mit dem ersten Punkt, der vollständigen
Rücknahme des CPE. Der Kampf darf nicht vor dieser
vollständigen Rücknahme beendet werden und ebenso darf man
sich nicht auf Zusagen der Regierung oder der Gewerkschaftsspitzen
verlassen. Diese zeigen die kalte Schulter und beweisen mit der
Polizeirepression, was sie vorhaben. Daher muß der Streik auf
einen unbefristeten Generalstreik im ganzen Land ausgeweitet werden.
Bekanntlich streiken in Deutschland gegenwärtig die Bediensteten
des öffentlichen Dienstes seit mehreren Wochen und die
konservativ-sozialdemokratische Regierung plant für Sommer eine
ähnliches Gesetz wie das CPE. Eine Ausweitung des Kampfes in
Richtung einer koordinierten europaweiten Kampfbewegung der Jugend und
ArbeiterInnenklasse würde einen neue Etappe im internationalen
Klassenkampf einleiten.
*
Nieder mit dem CPE!
*
Für einen unbefristeten Generalstreik!
*
Kein Vertrauen in die
Gewerkschaftsspitzen!
* Für die Bildung von Aktionskomitees an den
Schulen, Universitäten und Betrieben und deren Zusammenfassung zu
einer landesweiten, direktdemokratische Koordination.
*
(23.03.Bedingungslose Solidarität und Grüße an die
KlassenkämpferInnen in Frankreich!
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Einige Anmerkungen zu den Klassenkämpfen in
Frankreich
Von Michael Pröbsting
Im folgenden möchte ich
auf zwei Gesichtspunkte eingehen, die im Zusammenhang mit der
gegenwärtigen Klassenkampfbewegung öfters angesprochen werden.
Ein neues 1968 oder 1995?
Manchmal wird in den Medien ein
Vergleich der gegenwärtigen Klassenkampfwelle mit den Streiks im
Jahre 1995 und 1968 angestellt. Tatsächlich gibt es sowohl
Parallelen als auch Unterschiede. Im Mai 1968 erlebte Frankreich eine
vor-revolutionäre Situation mit Massenmobilisierungen und
Straßenschlachten der Jugend und einem mehrwöchigen
Generalstreik von 10 Millionen ArbeiterInnen. (1) Im November und
Dezember 1995 protestierten Millionen ArbeiterInnen - vor allem im
öffentlichen Dienst - mit mehreren Generalstreiks und friedlichen
Großdemonstrationen erfolgreich gegen eine geplante
Pensionsreform der konservativen Regierung. (2)
Die heutige Bewegung hat
zweifellos noch nicht das Niveau vom Mai 1968 erreicht. Bezüglich
der Anzahl der streikenden ArbeiterInnen liegt sie auch hinter 1995.
Andererseits beteiligt sich heute die Jugend in einem viel höheren
Ausmaß an den Protesten als die 1995 der Fall war und der Kampf
wird auf der Straße auch viel härter ausgetragen. In der
Hinsicht des Zusammenstosses mit der Staatsapparat liegt das Niveau der
Bewegung also höher als 1995.
Um die Lage und ihre
Entwicklungsmöglichkeiten vom Gesichtspunkt des Klassenkampfes
genauer beurteilen zu können, reicht es jedoch nicht aus, nur die
Seite der Kämpfenden zu betrachten. Wir müssen auch die Lage
der herrschenden Klasse analysieren. Hierbei ist klar, daß die
Bourgeoisie heute deutlich weniger Spielraum hat als 1995 (oder gar
1968 – am Ende des langen Nachkriegsbooms). 1995 waren nicht nur die
ökonomischen Reserven des Kapitalismus weniger erschöpft als
heute. Auch in politischer Hinsicht konnte die herrschende Klasse noch
mehr von dem Versagen der offiziellen ArbeiterInnenbewegung profitieren
und in ideologischer Hinsicht zehrte sie noch von den Brosamen des
angeblichen Scheitern des Sozialismus in den stalinistischen Staaten
1989/91. Heute bauen wir auf die vergangenen Jahre der Kämpfe und
Massenbewegungen gegen den globalen Kapitalismus – von Genua 2001 bis
zur Antikriegsbewegung und den Streiks 2003, von Palästina und
Irak bis Venezuela und Bolivien – auf. Heute existiert weltweit eine
neue politische Generation von zumeist jungen AktivistInnen, die den
Kapitalismus in Frage stellt.
Weiters analysieren wir
marxistische RevolutionärInnen eine gegebene Lage nicht nur nach
dem, was ist, sondern auch nach dem, welches Entwicklungspotential in
ihr steckt. Von einem solchen dialektisch-materialistischen
Gesichtspunkt aus würde es von Blindheit zeugen, in der
gegenwärtigen Lage nicht das Potential für eine
Weiterentwicklung, Vertiefung des Kampfes hin zu einer
vor-revolutionäre Situation zu erkennen. Die Bourgeoisie ist
entschlossen, der ArbeiterInnenklasse einen schweren Schlag zu
versetzen und jeder Rückzug ihrerseits zum gegenwärtigen
Zeitpunkt wäre eine schwere Niederlage. Die Jugendlichen und die
ArbeiterInnen andererseits sind zum Kampf entschlossen und die
zunehmende Radikalität der Kämpfe, ihre Ausbreitung und das
Ausmaß der basis-demokratischen Organisierung machen ein rasches
Einknicken der Bewegung unwahrscheinlich. Gibt die Regierung nicht
rasch nach und gelingt der reformistischen Bürokratie nicht doch
noch eine Abwiegelung der Kämpfe, ist eine Radikalisierung der
Klassenkämpfe in Richtung einer vor-revolutionären Situation
durchaus möglich. Es liegt auf der Hand, daß die
gegenwärtigen Klassenkämpfe in Frankreich überaus
positive, beispielhafte Auswirkungen auf ganz Europa – inklusive
Österreich – haben können!
Vorläufige Lehren
Welche Schlußfolgerungen
können aus den bisherigen Ereignissen gezogen werden? Erstens
erweisen sich die in den bürgerlichen Medien transportierten (und
leider auch von vielen Linken übernommenen) Vorurteile über
die angebliche Passivität und das Desinteresse an Politik seitens
der Jugend und die ArbeiterInnenklasse als ein Treppenwitz der
Geschichte. Erst kürzlich veröffentliche die EU eine Studie,
die mit zweifelhaften Statistiken das angebliche Desinteresse der
Jugend an Politik nachzuweisen versuchte.
Zweitens zeigen die Proteste,
daß der gemeinsame Kampf von Jugend und ArbeiterInnenklasse kein
frommer Wunsch von uns MarxistInnen oder eine naive Nostalgie an 1968
ist, sondern eine reale Möglichkeit im heutigen Europa darstellt –
eine reale Möglichkeit, für die es sich zu engagieren lohnt!
Drittens unterstreichen die
Formen des französischen Klassenkampfes die Richtigkeit der
revolutionären Strategie. Unsere Drängen auf die
Organisierung der Basis von unten und den Aufbau von Aktionskomitees in
den Schulen, Universitäten und Betrieben, unser Eintreten für
militante Formen des Kampfes wie Demonstrationen, Streiks, Besetzungen,
Generalstreik – all das zeigt sich nun eindrucksvoll als
Verallgemeinerung und Weiterentwicklung der spontanen Tendenzen des
Klassenkampfes und nicht als akademische Schreibtischübung.
Viertens zeigt sich einmal mehr
der reaktionäre Gehalt der reformistischen Phrasen über die
Möglichkeit des friedlichen Überwindung der bürgerlichen
Staatsmacht. Der Staatsapparat ist ein Instrument der herrschenden
Klasse. Er wird immer dann eingesetzt, wenn die herrschende Klasse auf
massiven Widerstand gegen ihre Angriffspläne stößt.
Unser Eintreten für organisierte Gegenwehr und Selbstverteidigung
entspricht also den Notwendigkeiten des Kampfes.
Fünftens weisen die
gegenwärtigen Kämpfe auf die Dringlichkeit der
Internationalisierung des Klassenkampfes und der Schaffung einer
internationalen revolutionären Kampfpartei hin. Das CPE ist keine
rein französische Erfindung, sondern Teil einer europa- und
weltweiten Offensive gegen soziale Errungenschaften und Arbeitsrechte.
Um uns erfolgreich und dauerhaft zur Wehr zur setzen, brauchen wir eine
internationale Gegenoffensive. Um eine solche Gegenoffensive zu
organisieren und mit einem klaren Plan auszustatten, bedarf es einer
revolutionären Weltpartei – der 5. Internationale. Deswegen
sind für uns vom ArbeiterInnenstandpunkt und der LFI der Kampf
gegen die einzelnen Angriffe und der Kampf für den Aufbau einer
revolutionären Partei zwei Seiten ein und derselben Medaille.
Fußnoten:
(1) Eine genauere Analyse des
französischen Mai 1968 findet sich in englischer Sprache auf der
Homepage unserer internationalen Organisation – der Liga für die
5. Internationale – unter http://www.fifthinternational.org/index.php?id=42,158,0,0,1,0.
Auf deutsch haben wir einen Artikel dazu veröffentlicht, der unter
folgenden Link nachgelesen werden kann: http://www.arbeiterinnenstandpunkt.net/ast91u92mai68.html
(2) Eine genauere Analyse der
Streikbewegung in Frankreich 1995 findet sich unter http://www.arbeiterinnenstandpunkt.net/rm17frankreich.html.
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Internationale Solidarität – Einheit im Kampf - Widerstand!
Wir demonstrieren am 1. Mai gemeinsam, weil wir die Tradition dieses internationalen Kampftages der ArbeiterInnenklasse im besten Sinne hoch halten wollen. Weil wir genügend Gründe dafür sehen, gemeinsam zu sagen: WIDERSTAND tut Not!
WIDERSTAND gegen imperialistische Kriegen und Besatzung!
WIDERSTAND gegen das Europa der Konzerne und Generäle!
WIDERSTAND gegen Folter, Isolationshaft, „Antiterrorkampf“, „Schwarze Listen“ und Entdemokratisierung!
WIDERSTAND gegen die Verharmlosung des Faschismus und Kriminalisierung des Kommunismus!
WIDERSTAND gegen die immer unverschämtere Anhäufung von Reichtum bei gleichzeitiger Verarmung immer breiterer Bevölkerungsschichten!
WIDERSTAND gegen Sozialabbau, Privatisierung und Lohnraub!
WIDERSTAND gegen die weiteren Verschlechterungen im Gesundheitssystem und „Zwei-Klassen-Medizin“!
WIDERSTAND gegen Bildungsabbau und Elite-Unis!
WIDERSTAND gegen den Besuch des „Oberterroristen“ Bush im Juni in Österreich!
WIDERSTAND gegen Staatsrassismus und alle diskriminierenden AusländerInnengesetze!
Wir sind der Überzeugung, dass global, europaweit und auch in Österreich eine internationalistische und solidarische Bewegung entstehen muss und wird, die dem Wahnsinn des kriegstreiberischen und menschenverachtenden kapitalistischen System massiven Widerstand entgegensetzt. Wir sind optimistisch, daß letzten Endes Milliarden von Menschen stärker sein werden, als eine Hand voll Milliardäre und deren Helfer und Helfershelfer.
Wir sehen in den sozialen und politischen Kämpfen der jüngsten Zeit wertvolle Lernschritte und Anknüpfungspunkte. Der Kampf der europäischen HafenarbeiterInnen soll uns ein Vorbild sein. Sie haben es geschafft, eine unsoziale EU-Richtlinie durch einheitlichen und massiven Protest zu verhindern. Die ArbeiterInnen und Angestellten aller Branchen und Länder können aus solchen Kämpfen lernen, dass nicht die Gewerkschaftsbürokratien und reformistischen Abwiegler ihre Interessen vertreten, sondern es in ihren eigenen Händen liegt, dem Kapital erfolgreichen Widerstand entgegenzusetzen.
Wir erklären an diesem 1. Mai unsere Solidarität mit allen vom imperialistischen System gefangenen, entrechteten und gefolterten Menschen, sei es im Irak, in Afghanistan, Palästina, der Türkei, in Guantanamo oder sonst wo auf der Welt.
Wir erklären unsere Solidarität mit allen unter imperialistischer Besatzung, Unterstützung und Krieg leidenden Völker, im Besonderen den Völkern des Irak und Palästinas und ihrem Widerstand gegen den neuen Kolonialismus.
Wir wenden uns gegen neue Kriegs- und Interventionspläne der Imperialisten und fordern: Hände weg von Iran, Korea, Syrien, Kuba und Venezuela!
Wir erklären unsere Entschlossenheit, breite und kämpferische Proteste gegen den Besuch des größten Kriegsverbrecher auf diesem Planeten – US-Präsident George W. Bush – um den 21. Juni in Österreich zu organisieren. Verwandeln wir Wien in eine Anti-Bush-Stadt!
Wir fordern: Schluss mit der Verschleuderung öffentlichen Eigentums. Keine Privatisierung der Post.
Wir sagen: Gleiche Rechte für alle. Weg mit allen Gesetzen, die unsere Rechte und Freiheiten einschränken!
Wir treten für eine Gesellschaft ein, in der es heißt: „Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen“. Wir sind der tiefen Überzeugung, dass die arbeitenden Menschen und unterdrückten Völker das globale Räubersystem des Imperialismus früher oder später besiegen und durch solidarische, gerechte, sozialistische Gesellschaften ersetzen werden.
Dafür kämpfen wir, auch am 1. Mai.
Solidarität – Einheit im Kampf – Widerstand!
Treffpunkt: ab 9.00 Oper
Abschlusskundgebung:
Vor dem Parlament
Erstunterzeichnende Organisationen:
Gewerkschaftlicher Linksblock in der GPA-Wien
ATIGF – Föderation der Arbeiter aus der Türkei in Österreich
KI - Kommunistische Initiative
Anatolische Föderation
ASt – ArbeiterInnenstandpunkt
Atilim
Antiimperialistische Koordination
HÖC - Front für Rechte und Freiheiten
KJÖ – Kommunistische Jugend Österreich
AL-ANTIFASCHISTISCHE LINKE
YDG – Neue demokratische Jugend
Sozialistische Jugend/Stamokap-Strömung
REVOLUTION
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Aktionseinheit gegen Bush-Besuch formiert sich
(übernommen von LabourNet Austria, http://www.labournetaustria.at/)
Gegen den anstehenden Besuch der
US-amerikanischen Präsidenten George Bush in Österreich im
Juni formiert sich der Widerstand. Zahlreiche Organisationen haben sich
zu der Aktionseinheit „Bush Go Home!“ zusammengeschlossen. An den
bisherigen Treffen nahmen folgende Organisationen teil (in
alphabetischer Reihenfolge): Anatolische Föderation,
Antiimperialistische Koordination, ArbeiterInnenstandpunkt,
ASF-Vorbereitungsgruppe, Föderation der
Arbeiter und Studenten aus der Türkei in Österreich (ATIGF),
Front für Rechte und Freiheit (HÖC), Funke, GPA-Jugend,
KJÖ-Ost, Kommunistische Initiative, Kommunistische Partei
Österreich, Linkswende, Perspektiven, REVOLUTION, Sozialistische
Alternative, Sozialistische Jugend Wien, Sozialistische LinksPartei,
Werkstatt für Frieden und Solidarität.
Es wurde eine 5-köpfige
Vorbereitungsgruppe eingesetzt, die bislang eine Presseerklärung
veröffentlichte und sich um organisatorische Fragen kümmert.
Es herrscht weitgehender Konsens darüber, am Tag des Bush-Besuches
eine Großdemonstration zu organisieren. Ebenso wird es andere
Protestaktionen wie z.B. einen Schulstreik geben. (Eine
SchülerInnen-Aktionskonferenz zur Organisierung dieses
Schulstreiks findet am 26. April statt.)
Auf der letzten Sitzung wurde ein Entwurf
für einen Aufruf diskutiert, den Michael Pröbsting vorlegte.
(siehe unten) Verschiedene Abänderungen wurden besprochen, von
denen die meisten nicht kontrovers diskutiert wurden. Für
Diskussionen sorgte jedoch die Frage, ob die Besetzung Palästinas
im Aufruf erwähnt werden soll. Es wurde vereinbart, daß die
teilnehmenden Organisationen bis zur nächsten Sitzung am
3. April Abänderungen vorlegen sollen, die dann dort
diskutiert werden. Der Aufruf soll bei diesem Treffen beschlossen
werden. Unser Ziel ist, bis zum 1. Mai eine entsprechende Anzahl
von UnterstützerInnen zu finden und sich dann damit an eine
breitere Öffentlichkeit zu wenden. Wir sind zuversichtlich,
daß es uns gelingen wird, einen breiten und entschlossenen
Widerstand gegen den Bush-Besuch zu organisieren.
20. März 2006
Otto Bruckner
Michael Pröbsting
*****
Anhang: Der Entwurf für den
Aufruf
Aufruf gegen den Besuch des
US-Präsidenten George Bush in Österreich um den 21. Juni
WIR SAGEN: „BUSH GO HOME!”
WIR – Menschen, die sich gegen Krieg,
Besatzung, neoliberalen Sozialabbau und Umweltzerstörung
engagieren – empfinden den Besuch des US-amerikanischen
Präsidenten George Bush als eine schlichte Provokation. Denn mit
George Bush kommt einer der größten lebenden
Kriegsverbrecher nach Österreich. Mit George Bush kommt der
politisch Verantwortliche für jahrelange Kriege und Besatzung
sowie für die grausamen Folterungen in Abu Ghraib, Guantanamo und
den geheimen CIA-Gefängnissen in Europa. Mit George Bush kommt
ebenso ein Symbol für die rücksichtslose neoliberale Politik
des Sozialabbaus, der Umweltzerstörung und der Diskriminierung von
ethnischen und sozialen Minderheiten. Zurecht wurde George Bush von Venezuelas Präsident Hugo Chavez als „Mister Danger“ bezeichnet.
WIR fordern daher die österreichische
Bundesregierung auf, Bush oder eine/n andere/n führende/n
VertreterIn der US-Regierung umgehend auszuladen. Österreich darf
nicht zum Tummelplatz für Kriegsverbrecher werden!
WIR protestieren gegen den Bush-Besuch,
* weil wir gegen die Besatzung im Irak,
Afghanistan und Palästina protestieren!
* weil wir einen Angriff auf den Iran – der
nur ein weiterer Krieg für Öl wäre – und die
US-amerikanischen Drohungen gegen Kuba und Venezuela ablehnen!
* weil wir den weltweit zunehmenden
Militarismus unter dem Schlagwort „Krieg gegen den Terror“
zurückweisen. Auch die EU und Österreich betreiben daher
massive Aufrüstung und die Aufstellung der EU-Battlegroups, deren
Ziel die weltweite Kriegsführung für das Europa der Konzerne
ist.
* weil wir den weltweiten Ausbau von
Polizeistaat und die Einschränkung demokratischer Rechte unter
Federführung der Bush-Administration bekämpfen! Diese Politik
wird auch von der EU übernommen (Stichwort „Schwarze Listen“).
* weil wir die neoliberale Politik des
Sozialabbaus und der Privatisierung ablehnen, die die USA zum Land mit
der größten Kluft zwischen Arm und Reich gemacht hat, und
die in vielen anderen Ländern – darunter auch Österreich –
ihre Nachahmer findet.
* weil wir die rücksichtslose Politik
der Regierung Bush ablehnen, die die Interessen der Konzerne über
die notwendige Zurückdrängung der globalen Erwärmung
stellt und die somit mitverantwortlich ist für die massive
Umweltzerstörung und die zunehmenden „Natur“katastrophen der
jüngeren Vergangenheit.
WIR rufen zum breiten Widerstand gegen den
Bush-Besuch auf. Wir werden am Tag des Bush-Besuches sowie während
seiner Anwesenheit in Österreich zahlreiche, breite
Protestaktionen organisieren – darunter Großdemonstrationen und
Schulstreiks. Wir rufen auf, Wien zur Anti-Bush-Stadt zu machen!
Solange der Kriegsverbrecher Bush hier ist, wird es kein normales
öffentliches Leben geben. Auf der Straße, in den Schulen,
Universitäten und in Betrieben soll der Öffentlichkeit durch
zahlreiche Aktionsformen demonstriert werden: Hier ist kein Platz
für den Kriegsverbrecher Bush! BUSH GO HOME!
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Nächster Termin im Prozeß gegen Michael
Pröbsting: 28. März
Nächster Termin im Prozeß gegen
Michael Pröbsting: 28. März
Der
nächste Verhandlungstermin im Prozeß gegen Michael
Pröbsting ist auf den 28. März angesetzt. Wie bereits
berichtet, geht es dabei um die Veranstaltung von Antinationalen am 9.
März im KPÖ-Lokal Siebenstern mit einem deutschen
BAHAMAS-Journalisten und Kriegsbefürworter zum Thema „Der Iran und
die Bombe“. Sowohl VeranstalterInnen (Cafe Critique) als auch der
geladene Journalist sind als BefürworterInnen der Besatzung des
Iraks und Palästinas sowie eines imperialistischen Krieges gegen
den Iran bekannt. Mehrere Dutzend Linke gingen zu diesem Treffen, um
ihre Antikriegshaltung zu bekunden. Die verschreckten Antinationale
holten daraufhin die Polizei, die die AktivistInnen eine Stunde lang im
Saal einkesselte und dann die Personalien aufnahm. Eine der
antinationalen OrganisatorInnen, Mary Kreutzer, erhob gegen Michael
Pröbsting, Aktivist des ArbeiterInnenstandpunkt, die groteske
Beschuldigung, sie körperlich angegriffen und verletzt zu haben.
Die
Beschuldigung ist vollkommen absurd. Den Antinationalen geht es einzig
und alleine darum, internationalistische AktivistInnen mit Hilfe des
bürgerlichen Gerichts finanziell und strafrechtlich zu schaden.
Wir
rufen alle UnterstützerInnen und KriegsgegnerInnen zur
Solidarität auf. Helft uns mit Spenden, denn auf uns kommen
wahrscheinlich höhere Prozesskosten zu. Ebenso ersuchen wir um
politische Solidarität gegen die Einschüchterungsversuche der
Antinationalen.
Die
Verhandlung findet am Dienstag, 28. März. 9.00 im
Bezirksgericht Josefstadt (Gerichtsabteilung 11, Saal A,
Erdgeschoß) statt.
Spenden
bitte auf das Konto der Bank Austria, BLZ: 12000, Kontonummer:
237-112-957/00
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Freitag,
31. März 2006, 19.00, Amerlinghaus
Chavez,
Morales, Lula, Castro, Kirchner, FARC, Zapatistas, linker Wahlsieg in
Uruguay, etc.
Lateinamerika
auf den Weg in den Sozialismus?
Offenes Treffen des
ArbeiterInnenstandpunkt
Ort: Amerlinghaus, Stiftg. 8,
1070 Wien (U3 Neubaugasse)
(Achtung: Korrektur! In unserer Zeitung und auf der
Website ist dieser Termin mit Freitag, 1. April angegeben. Das war
kein Aprilscherz, sondern ein Tippfehler. Der richtige Termin ist
natürlich der Freitag, 31. März)
Freitag,
14. April 2006, 19.00, Amerlinghaus
90
Jahre irische Unabhängigkeitserklärung:
Was
blieb vom Kampf um die Freiheit?
Offenes Treffen des
ArbeiterInnenstandpunkt
Ort: Amerlinghaus, Stiftg. 8,
1070 Wien (U3 Neubaugasse)
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Montag, 1. Mai, ab 9.00
Internationalistische
1. Mai-Demonstration
Ort: vor der Oper (U1, U4
Karlsplatz), 1100 Wien
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ArbeiterInnenstandpunkt:
Stiftgasse 8, 1070 Wien
E-Mail: info@arbeiterinnenstandpunkt.net
Tel.: 0650/406 83 14
http://www.arbeiterinnenstandpunkt.net
Revolution
Stiftgasse 8, 1070 Wien
E-Mail:
onesolutionrevolution@gmx.at
http://www.revolution-austria.at/
Die website der Liga
für die 5. Internationale (LFI): http://www.fifthinternational.org/
Weitere websites der LFI:
http://workerspower.com/
(Britannien)
http://www.arbeitermacht.de/
(Deutschland)
http://www.arbetarmakt.com/
(Schweden)
http://www.pouvoir-ouvrier.org/
(Frankreich)
http://sop.revoluce.info (Tschechische Republik)