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Bericht von der
Antikriegs-Demonstration am 18. März
Am Samstag, den 18. März, fand in
Wien eine Demonstration anläßlich des Überfalls des
US-Imperialismus auf den Irak statt. Mehr als 300 Menschen nahmen an
dem Protestzug teil. Eine Reihe von Organisationen riefen zu dieser
Demonstration auf – neben dem ArbeiterInnenstandpunkt (ASt) und
REVOLUTION waren dies die Antiimperialistische
Koordination, der Arabische Palästina Club, die
Palästinensische Gemeinde, die Irakische Gemeinde, die Syrische
Gemeinde, die Kommunistische Initiative, die SJ Stamokap und die
KJÖ–Ost. An der Demonstration nahmen weiters GenossInnen der
ATIGF, der HÖC sowie der Linkswende teil.
Negativ fiel auf, daß
trotz des Aufrufs des Weltsozialforums in Caracas weder das Austrian
Social Forum noch die SJ oder die KPÖ teilnahmen.
Der Block von ASt und REVOLUTION zeichnete
sich wie immer durch ein kämpferisches und lautstarkes Auftreten
auf. (Photos von der Demonstration sowie unserem Block finden sich auf www.arbeiterInnenstandpunkt.net
und www.revolution-austria.at)
In unseren Losungen sowie den beiden Reden
von ASt bzw. REVOLUTION bekundeten wir unseren Kampf gegen den
Imperialismus sowie die Solidarität mit dem Widerstand in Irak und
Palästina.
Bei einer anschließenden Versammlung
von ASt und REVOLUTION wurden konkrete Schritte für unsere
Kampagne für einen Schulstreik gegen den Bush-Besuch im Juni
besprochen. Als erstes organisieren wir eine Aktionskonferenz von
SchülerInnen am 26. April.
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Rede
von Dieter Reinisch für den ArbeiterInnenstandpunkt bei der
Antikriegs-Demonstration am 18. März 2006 in Wien:
Liebe Genossen, liebe
Antiimperialisten und Demonstrationsteilnehmer!
Zuerst möchte ich auf
einen meiner Vorredner Bezug nehmen (1). Wir, der
ArbeiterInnenstandpunkt, sind Teil dieser Demonstration, doch wir
trauern nicht Slobodan Milosevic nach, sondern wir trauern um die
zehntausenden und hunderttausenden Albaner, Bosniern und Muslimen, die
seiner Politik zum Opfer gefallen sind!
Wieso sind wir aber eigentlich
hier? Wir haben uns heute hier versammelt, weil wir gegen die Besatzung
des Irak demonstrieren, aber v.a. weil wir gegen diesen
imperialistischen Krieg und gegen den US- & EU-Imperialismus
protestieren!
Und während der eine Krieg
gegen ein unschuldiges Volk noch nicht zu Ende ist – wir müssen ja
nur in die Medien schauen, um die Bilder aus Samara zu sehen, wo die
USA an der Seite ihrer irakischen Kollaborateure die schwersten
Angriffe seit Jahren fliegen – während dieser Krieg also noch
lange nicht zu Ende scheint, erreichen uns immer neue
Schreckensmeldungen: erst vor wenigen Tagen wurde der Vorsitzende der
PFLP, Ahmed Saadat, von den Zionisten aus dem Gefängnis in Jericho
verschleppt.
Und der nächste Angriff
auf ein unschuldiges Volk steht auch schon vor der Tür: diesmal
soll es den Iran treffen.
Die Kriegsvorbereitungen sind
am Laufen, ob von Seiten der USA oder Israels. Ein Vorwand für den
Krieg ist auch gefunden: die Atomkraft und die angebliche Gefahr, dass
der Iran später einmal Atombomben besitzen könnte.
Natürlich sind Atombomben grundsätzlich eine
verabscheuenswürdige Sache. Wieso wird hier aber mit
unterschiedlichem Maße gemessen? Hier wollen eine Handvoll
Imperialisten verbieten, was sie selber machen. Die USA sind die
weltweit stärkste Atommacht, Israel hat alleine in etwa so viele
Atomwaffen wie Frankreich oder Großbritannien.
Genauso lehnen wir aber auch
die antisemitischen Äußerungen des iranischen
Präsidenten Ahmedinejad ab. Diese Äußerungen sind aber
keine Rechtfertigung für einen Krieg und auch nicht der Grund der
Drohungen der Imperialisten. Für uns ist klar: Ahmedinejad muss
weg! Aber er muss von der iranischen Arbeiterklasse und nicht den
imperialistischen Mächten gestürzt werden.
Das iranische Volk steht zwei
Feinden gegenüber: dem US-Imperialismus und seiner eigenen
Klerikal-Bourgeoise. Deshalb müssen wir für die Bewaffnung
des iranischen Volkes eintreten – Waffen, die sich nach einem Sieg
über den Imperialismus auch gegen die iranische herrschende Klasse
richten werden.
Doch in diesem bevorstehenden
Krieg möchte auch jemand anders wieder mitmischen: Der
französische Präsident Chirac erklärte Ende Jänner,
dass ein Einsatz von Atombomben gegen den Iran möglich sei.
Heute, zu dieser Stunde,
demonstrieren in Frankreich mehr als eine Million Gewerkschafter,
Studenten und Schüler. Wir möchten unsere Grüße an
die heute kämpfenden Arbeiter und Jugendliche schicken. Sie
demonstrieren gegen den Sozialabbau. Das bedeutet in der derzeitigen
Lage aber auch, dass sie, auch wenn es nicht ihre eigentliche
Motivation ist auf die Straße zu gehen, gegen einen Krieg gegen
den Iran demonstrieren. Denn der französische Staat will den Krieg
auf Kosten der Arbeiter und der Jugend finanzieren, durch
Sozialabbau-Gesetze wie das CPE soll die Aufrüstung bezahlt werden!
Wir wissen, dass dies alles
System hat, dass Krieg und Sozialabbau mit dem Kapitalismus
zusammenhängt. Daher kann dies alles nur mittels sozialistischer
Revolution hinweggefegt werden. Dazu bedarf es einer Kampfpartei des
Proletariats und der Jugend, denn unter der verlorenen, ja verratenen
Revolution von 1979 hat das iranische Volk noch heute zu leiden.
Diese Kampfpartei kann nur aus
realen Kämpfen entstehen. Aus Kämpfen wie etwa derzeit in
Frankreich oder dem Kampf des iranischen Volkes gegen die
imperialistische Aggression.
Daher verteidigen wir den Iran,
nicht weil wir den religiösen Fundamentalismus gut heißen!
Daher solidarisieren wir uns
mit den Kämpfen in Frankreich!
Daher sagen wir: Hände weg
vom Iran!
Für die Bewaffnung des
Iran gegen den Imperialismus!
Hoch die Internationale
Solidarität!
Fußnote:
(1) Die angesprochene Rede des Genossen der KI, Helmut Fellner, findet
sich unter www.kominform.at/article.php?story=20060319121549984.
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Photos von der Antikriegsdemonstration am
18. März finden sich auf www.arbeiterInnenstandpunkt.net
und www.revolution-austria.at
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Freitag,
1. April 2006, 19.00, Amerlinghaus
Chavez,
Morales, Lula, Castro, Kirchner, FARC, Zapatistas, linker Wahlsieg in
Uruguay, etc.
Lateinamerika
auf den Weg in den Sozialismus?
Offenes Treffen des
ArbeiterInnenstandpunkt
Ort: Amerlinghaus, Stiftg. 8,
1070 Wien (U3 Neubaugasse)
Freitag,
14. April 2006, 19.00, Amerlinghaus
90
Jahre irische Unabhängigkeitserklärung:
Was
blieb vom Kampf um die Freiheit?
Offenes Treffen des
ArbeiterInnenstandpunkt
Ort: Amerlinghaus, Stiftg. 8,
1070 Wien (U3 Neubaugasse)
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Montag, 1. Mai, ab 9.00
Internationalistische
1. Mai-Demonstration
Ort: vor der Oper (U1, U4
Karlsplatz), 1100 Wien
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ArbeiterInnenstandpunkt:
Stiftgasse 8, 1070 Wien
E-Mail: info@arbeiterinnenstandpunkt.net (Achtung: neue e-mail Adresse!)
Tel.: 0650/406 83 14
http://www.arbeiterinnenstandpunkt.net
Revolution
Stiftgasse 8, 1070 Wien
E-Mail:
onesolutionrevolution@gmx.at
http://www.revolution-austria.at/
Die website der Liga
für die 5. Internationale (LFI): http://www.fifthinternational.org/
Weitere websites der LFI:
http://workerspower.com/
(Britannien)
http://www.arbeitermacht.de/
(Deutschland)
http://www.arbetarmakt.com/
(Schweden)
http://www.pouvoir-ouvrier.org/
(Frankreich)
http://sop.revoluce.info
(Tschechische Republik)