Die internationalistische 1. Mai Demonstration wurde auch dieses Jahr wieder ein voller Erfolg. 1.500 TeilnehmerInnen marschierten am Ring im Geiste der internationalen Solidarität und des klassenkämpferischen Widerstandes gegen Kapitalismus und Imperialismus. Zu der Demonstration riefen neben ArbeiterInnenstandpunkt und REVOLUTION eine Reihe weiterer Organisationen auf, darunter die Kommunistische Initiative, ATIGF, Anatolische Föderation, HÖC, Atilim, KJÖ, AIK, die Sozialistische Jugend/Stamokap-Strömung sowie die AL auf.
Der Block von ArbeiterInnenstandpunkt und REVOLUTION war deutlich grösser als letztes Jahr, was unser Wachstum in der letzten Periode wiederspiegelte. Wie es unserer Tradition entspricht, zogen wir lautstark und in einer disziplinierten Formation über den Ring und skandierten zahlreiche revolutionäre Losungen.
Die Rednerinnen vom ArbeiterInnenstandpunkt (Almedina Gunic) und von REVOLUTION (Mercan Sümbültepe und Pam) betonten in ihren Reden den Zusammenhang von Rassismus, imperialistischen Krieg und Bildungs- und Sozialabbau mit dem System des globalen Kapitalismus und die daraus folgende Notwendigkeit einer internationalen sozialistischen Revolution.
Beschämend hingegen war wieder einmal das Auftreten der KPÖ. Unser Vorschlag im Februar, die 1. Mai-Demonstration gemeinsam zu veranstalten und eine Spaltung zu verhindern, wurde von der Parteispitze wieder einmal ignoriert. Diese Leute zogen es vor, eine kleine Demonstration mit 200-300 TeilnehmerInnen abzuhalten, als gemeinsam mit internationalistischen und revolutionären Organisationen den 1. Mai zu begehen. In ihrem Hass auf uns und die anderen TeilnehmerInnen unserer Demonstration ging die reformistische KPÖ-Führung sogar so weit, dass sie sich wieder einmal an den bürgerlichen Staatsapparat um Hilfe wandten. So bestanden sie bei den Verhandlungen mit der Polizei darauf, dass unsere Demonstration nicht einmal in Sichtweite ihrer Abschlusskundgebung gelangen darf. Als sie diese Forderung nicht durchsetzen konnten, forderten sie den Aufmarsch der Polizei und liess sie einen Kordon am Ring bilden. Das Resultat war, dass die bei weitem grössere internationalistische 1. Mai-Demonstration an zahlreichen Polizeibussen und Polizisten vorbeimarschieren musste. Damit bestätigte die KPÖ einmal mehr ihr Verhalten, sich an den bürgerlichen Staatsapparat zu wenden, um die Linke von ihr fernzuhalten. Bereits in der Vergangenheit zeichnete sich die KP-Bürokratie dadurch aus, dass sie gegen die GenossInnen der KI Anzeige erstattete und sie mit einer Flut von Anzeigen überschwemmte. Ebenso geht der von den Antinationalen angestrengte Prozess gegen Michael Pröbsting auf eine kriegstreiberische Veranstaltung zurück, die in den Räumlichkeiten der KPÖ stattfand. Unser Transparent "KPÖ + Antinationale zerren Linke vors Gericht" wurde daher beim Vorbeimarsch an der KPÖ-Abschlusskundgebung gezeigt und fand die Zustimmung vieler AktivistInnen.
Zahlreiche Photos von der 1. Mai-Demonstration finden sich auf unserer Homepage www.arbeiterInnenstandpunkt.net