Zur Lage arbeitender Frauen: Warum Antisexismus eine Klassenfrage ist

Frauen sind auch in Österreich im Jahr 2019 noch immer nicht gleichberechtigt – das ist ein offenes Geheimnis. Und obwohl sexistische Unterdrückung ein Phänomen ist, das alle Frauen betrifft dürfen wir Frauen nicht als homogene Interessengemeinschaft betrachten – denn der Kampf spielt sich nicht einfach zwischen Männern und Frauen ab, sondern hat seine Wurzeln im kapitalistischen Produktions- und Reproduktionsprozess. Somit ist es für den Klassenkampf zentral die besondere Unterdrückung von Frauen (ebenso wie von anderen unterdrückten Teilen der Gesellschaft) nicht zu ignorieren sondern dagegen, sowohl auf gesamtgesellschaftlicher Ebene als auch in den Reihen der Arbeiter*innenbewegung, anzukämpfen. Nur die geeinte Front aller Arbeiter*innen, unabhängig von Geschlecht, Alter, Herkunft, Religion, Sexualität, usw. kann das kapitalistische System besiegen und eine Gesellschaft hervorbringen die frei von jeglicher sozialer Unterdrückung ist.

Im Jahr 2018 gab es in Österreich 3,8 Millionen unselbstständig Erwerbstätige – 48,2 % von ihnen sind Frauen. Die Unterdrückung und Diskriminierung die unzählige von ihnen in der Arbeitswelt erfahren, lässt sich aus mehreren Komponenten zusammensetzen. Es geht um Verdienst, um Aufstiegschancen, um Jobchancen, um prekäre Arbeit, um Teilzeitarbeit, um Branchen und auch um unbezahlte Arbeit. Und viele dieser Bereiche – und die Benachteiligung von Frauen in diesen – sind eng miteinander verbunden.

Doch was sind die Grundlagen für diese Ungleichbehandlung?

Grund 1: Frauen können Kinder bekommen. Insgesamt 16 Wochen Mutterschutz, zusätzlich Verbot der Nachtarbeit und ähnliches mehr. Noch dazu gehen nach wie vor Mütter häufiger und länger in Karenz als Väter. Die Arbeitskraft fällt damit aus – gleichzeitig stehen Arbeiterinnen in gewissen Phasen rund um die Geburt unter Kündigungsschutz.

Grund 2: Frauen übernehmen in der Gesellschaft traditionell den größten Teil der unbezahlten Arbeit. Kinderbetreuung, Pflege von Angehörigen, Hausarbeit, all das sind Aufgaben die in den meisten Haushalten immer noch überwiegend Frauen zu erfüllen haben.

Grund 3: Gesellschaftliche Entwicklung und Akzeptanz. Von Frauenunterdrückung profitieren die Kapitalist*innen einerseits durch billigere Arbeitskräfte, andererseits weil eine an Geschlechterlinien gespaltene Arbeiter*innenklasse nicht so leicht vereint gegen das Kapital vorgehen kann. Doch auch Arbeiter haben eine privilegierte Rolle gegenüber Arbeiterinnen und möchten diese häufig nicht aufgeben und reproduzieren stattdessen die Unterdrückung.

Diese Gründe spiegeln sich in auf unterschiedliche Art und Weise in den verschiedenen Bereichen der Frauenunterdrückung wider.

Gender Pay Gap

Der Gender Pay Gap zeigt die Unterschiede im Verdienst nach Geschlecht – und ist ein beliebtes Diskussionsthema. Denn viele Menschen sind der Meinung, dass dieser nichts mit Frauenunterdrückung zu tun hat. Insbesondere folgende Faktoren – die ohne Frage zentral sind – werden zur Erklärung herangezogen: Teilzeitarbeit, Branchendurchschnittsverdienst, Berufserfahrung und Stellung im Unternehmen. Doch auch wenn diese einen hohen Stellenwert in der Erklärung des Gender Pay Gaps einnehmen, heißt das nicht, dass die Einkommensunterschiede nichts mit einer Schlechterstellung von Frauen im Berufsleben zu tun hätten. Die Hintergründe dieser Faktoren zeigen wieso sie weder natürlich sind, noch einfach Entscheidungen sind, die von Frauen häufiger anders getroffen werden als von Männern, sondern grundlegend in dem System in dem wir leben verankert sind und Frauen damit ihre unterdrückte Rolle vorgeben. Bevor wir uns jedoch näher mit den einzelnen Faktoren beschäftigen muss auch darauf hingewiesen werden, dass es selbst bei statistischen Zwillingen (keine Unterschiede bei Alter, Qualifikation, Erfahrung,…) eine ausschließlich auf das Geschlecht zurückzuführende Einkommensdifferenz von 13,6 % gibt.

Wieso Teilzeitarbeit weiblich ist

Zum Faktor Teilzeitarbeit – dieser ist beim Gender Pay Gap, der in Österreich 2017 doch 37,3 % brutto betrug, ohne Frage essentiell, sind doch 79 % der Teilzeitbeschäftigten weiblich.

Der Grund wieso so viel mehr Frauen nur Teilzeit arbeiten ist einfach – immerhin 37 % der teilzeitbeschäftigten Frauen geben Betreuungspflichten als Grund an (Männer 5,1 %), bei Frauen zwischen 30 und 44 Jahren waren es sogar 67 %. Dass Frauen bei Betreuungspflichten eine so viel größere Rolle spielen hat neben den biologischen Faktoren rund um Geburten soziale Faktoren, in die Geburt und Kindeserziehung eingebettet sind. Einerseits ist es die gesellschaftliche Prägung die immer noch vor allem Frauen dazu drängt Pflichten der Betreuung von Kindern oder zu pflegenden Angehörigen zu übernehmen. Andererseits hat in den meisten heterosexuellen Lebensgemeinschaften der Mann ein besseres Gehalt – das heißt gerade für Familien mit generell niedrigem Einkommen ist es leichter das geringere Gehalt der Frau einzuschränken oder ganz darauf zu verzichten. Das sind zwei Seiten jener Medaille, das in unserer Gesellschaft die Kinderbetreuung immer noch sehr stark als unbezahlte Privatarbeit der Frau in der Kleinfamilie betrachtet wird, und nicht als bezahlte Arbeit in einer gesellschaftlichen Einrichtung.

Wer arbeitet wo?

Der Faktor der Durchschnittsverdienste in verschiedenen Branchen und der Zusammenhang mit der Dominanz des einen oder anderen Geschlechts in verschiedenen Branchen ist auch statistisch belegbar – beispielsweise war der Medianlohn in der Energieversorgung 2014 mit 22,60 Euro pro Stunde der höchste in allen Branchen – von den 21.559 Beschäftigten waren in diesem Sektor gerade einmal 16,77 % weiblich und ihr Medianstundenlohn lag mit 19,57 Euro fast 4 Euro unter dem der männlichen Beschäftigten (23,41 Euro). Ein weiteres Beispiel ist die Handelsbranche (die bei der Statistik Austria mit Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen gemeinsam ausgewiesen ist) – fast 25 % aller unselbstständig beschäftigten Frauen waren 2014 in diesem Bereich zu verorten – ein Bereich der generell unter dem Durchschnittsmedianlohn in Österreich liegt und in dem wiederum der Medianstundenlohn von Männern den der Frauen noch zusätzlich um fast 3 Euro übersteigt. Gemessen am Bruttojahreseinkommen für Vollzeitbeschäftigte verdienen Frauen nur in einer Branche mehr als Männer, im Bergbau, die 15 % weiblichen Beschäftigten verdienen dort immerhin 5 % mehr als ihre männlichen Kollegen. Am höchsten ist der Unterschied im Bereich „sonstige Dienstleistungen“ – hier verdienen Frauen 34 % weniger, wobei 68 % der Beschäftigten in diesem Sektor weiblich sind. Kann man daraus schließen, dass Frauen besser für Berufe geeignet sind die weniger wert sind? Nein, auch hier finden wir wieder ein Wechselspiel – einerseits sind die Jobs in die Frauen durch ihre Sozialisierung gedrängt werden generell schlechter bezahlt, andererseits sind gerade diese Branchen gewerkschaftlich schlechter organisiert und substantielle Lohnerhöhungen in diesen Branchen sind dadurch schwer zu erreichen.

Position im Unternehmen

Dass deutlich weniger unselbstständig beschäftigte Frauen in Österreich in Führungspositionen arbeiten zeigen die Zahlen deutlich – nur 3,5 % der Frauen im Gegensatz zu 7,9 % der Männer arbeiten im nichtmanuellen Bereich in Führungspositionen – bei Akademiker*innen ist der Unterschied sogar noch deutlicher. Auch bei Facharbeiter*innen, Vorarbeiter*innen und Meister*innen (also im manuellen Bereich) ist eine deutliche Diskrepanz sichtbar, hier sind nur 7,4 % der Arbeiterinnen (in absoluten Zahlen 132.200) gegenüber 23,5 % der Arbeiter (447.200) tätig. Der einzige Bereich in dem Frauen in absoluten und prozentuellen Zahlen überwiegen sind mittlere nicht manuelle Tätigkeiten.

Dennoch setzen wir uns nicht dafür ein, dass es Frauenquoten für Managerpositionen und Vorstände geben sollte – denn wie bereits erwähnt ist für uns die Befreiung vom Kapitalismus durch die Arbeiter*innenklasse und die Situation von arbeitenden Frauen im besonderen relevant. Ob es mehr Frauen in Spitzenpositionen gibt ändert nur das Geschlechterverhältnis unter den Unterdrücker*innen, nicht aber die Situation der Unterdrückten. Mehr Frauen in Spitzenpositionen werden nichts an der Unterdrückung arbeitender Frauen, geschweige denn an der Unterdrückung der gesamten Arbeiter*innenklasse ändern.

Ist Armut weiblich?

Im Jahr 2018 waren in Österreich über 1,2 Millionen Menschen armutsgefährdet, diese Zahl ergibt sich bereits nach Sozialleistungen – ohne den Bezug von Sozialleistungen wären es über 2,1 Millionen. Armutsgefährdung wird charakterisiert als ein Haushaltseinkommen unter 60 % des Medianeinkommens (= mittleres Einkommen), im Jahr 2018 war das für einen Einpersonenhaushalt unter 1.259 Euro pro Monat.

Dass Armut unter Erwachsenen mehrheitlich Frauen betrifft zeigen die Zahlen deutlich – 510.000 Frauen über 20 sind armutsgefährdet, im Vergleich 395.000 Männer. Fast 27 % der Betroffenen sind Kinder und Jugendliche unter 20 Jahren.

Die Hintergründe für Frauenarmut sind vielfältig, beginnend bei dem vorher analysierten Gender-Pay-Gap. Am zentralsten ist wohl die Rolle der „Betreuungspflichten“ die Frauen wie bereits erwähnt einerseits aufgrund der sozialen Gepflogenheiten, aber auch aus ökonomischen Gründen (weil ihr Anteil am Haushaltseinkommen geringer ist) häufiger übernehmen. Dadurch entsteht eine starke ökonomische Abhängigkeit und damit verbundene Probleme bei einer Trennung: schlechtere Jobchancen wegen längerer Abwesenheit vom Arbeitsmarkt und teilweise geringerem Bildungsniveau, schlechter bezahlte Jobs aus denselben Gründen sowie niedrigeres oder kein Arbeitslosengeld. Ein Steuersystem das Reiche bevorzugt und Arme benachteiligt verschärft die Situation zusätzlich – ein Beispiel ist der Familienbonus Plus der Regierung Kurz I, von dem höhere Einkommen deutlich besser profitieren können. Hinzu kommt, dass die Anzahl der Alleinerzieherinnen die der Alleinerzieher bei weitem übersteigt, das heißt, dass auch hier großteils Frauen nicht nur die finanziellen Ressourcen zur Verfügung stellen müssen um Kinder zu versorgen, sondern auch die Zeit zur Betreuung. Es bedeutet wiederum eine stärkere Tendenz zur Teilzeitarbeit, es bedeutet weniger Flexibilität bei den Arbeitszeiten und nicht zuletzt bedeutet es massive Diskriminierung bei der Jobsuche weil viele Unternehmen bei Bewerbungsgesprächen als erstes fragen ob die Kinderbetreuung gesichert ist um beispielsweise Pflegefreistellungen zu vermeiden.

Auch Altersarmut ist geschlechtsspezifisch stark geprägt. Die extremsten Unterschiede sind in der Altersgruppe 65+ zu finden – über 70 % der Armutsgefährdeten in diesem Alter sind weiblich, wir sehen die Folgen eines Lebens voller unbezahlter Arbeit, finanzieller Abhängigkeit und Niedriglohnjobs, die in letzter Instanz zu Mindestpensionen führen. Einen der wohl größten Unterschiede im Einkommen zwischen Männern und Frauen gibt es bei den Pensionen. Die Medianpension von ehemals unselbstständig beschäftigten Männern beträgt 1.820 €, die von Frauen hingegen nur 955 €.

Gewalt und Krankheit

Aus ökonomischer Schlechterstellung, gesellschaftlich forcierten Rollenbildern und systematischer Ungleichbehandlung entstehen noch andere schwerwiegende Probleme für Frauen.

Frauen sind besonders häufig Opfer von Gewalt, 20% der Frauen über 15 Jahren sind von körperlicher und/oder sexueller Gewalt betroffen, jeder Dritte von Frau dieses Alters wurde bereits sexuell belästigt und jede Siebte gestalkt. Dabei ist es nicht der Unbekannte der im Dunkeln lauert, meist sind die Täter im Familien-, Freundes- und Bekanntenkreis zu finden. Gewalt wird hier üblicherweise zur Machtdemonstration genutzt. Vor allem wenn ökonomische Abhängigkeit im Spiel ist nimmt die Gewalt häufig besondere Ausmaße an – denn viele Betroffene bleiben in gewalttätigen Beziehungen aus Angst sich nicht allein über Wasser halten zu können.

Auch bei chronischen Erkrankungen – physischer und psychischer Ursachen – liegen Frauen vorne. Kein Wunder, zwischen bezahlter und unbezahlter Arbeit, Gewalt und Pflege-Arbeit, bleibt wenig Zeit für die eigene Gesundheit. Viele Probleme werden übergangen, sei es weil „es gerade wichtigeres gibt“ oder um Klischees „der schwachen, wehleidigen Frauen“ nicht zu verstärken, oder aus 100 anderen Gründen. Noch dazu ist Gesundheit in Österreich sehr wohl käuflich. Doch viele arbeitende Frauen werden sich keine Zusatzversicherung, Privatärzte, Privatkrankenhäuser, usw. leisten können.

Als ob all das noch nicht genug wäre bleibt für die Betroffenen noch der Alltagssexismus: von sexistischen Witzen und Bemerkungen, über ungewollte Anmachen am Weg zur Arbeit, in der Arbeit und in der Freizeit, bis hin zu sexueller Belästigung und sogar sexuellen Grenzüberschreitungen vor denen man genauso an keinem Ort sicher ist.

Was dagegen tun?

Diese Benachteiligung kann nicht einfach durch ein Gesetz oder hohle Phrasen von Politiker*innen und auch nicht durch Frauenquoten beseitigt werden. Wie bereits anfangs erwähnt ist die Frauenunterdrückung ein Teil des kapitalistischen Systems. Nur mit der Beseitigung dieses Systems kann eine wirkliche und nicht nur scheinbare Gleichstellung der Geschlechter erreicht werden – doch nicht alle Frauen und nicht nur Frauen haben daran ein Interesse.

Der Sturz des Systems bleibt die Aufgabe der Arbeiter*innenklasse. Doch um das zu ermöglichen ist es genauso ihre Aufgabe unterdrückte Teile der Klasse aktiv in den Kampf zu integrieren, Hürden, die ihnen die Teilnahme erschweren zu beseitigen und die Gleichstellung der Geschlechter als Interesse der gesamten Klasse zu erkennen. Unsere Forderungen müssen sich in erster Linie an die etablierten Organisationen der Arbeiter*innenbewegung richten, denn sie haben den Einfluss etwas zu ändern und dürfen nicht aus der Verantwortung genommen werden: In Österreich sind das in erster Linie die Gewerkschaften, in zweiter Linie (noch) die Sozialdemokratie.

Forderungen innerhalb der Arbeiter*innenbewegung

Die Organisationen müssen anerkennen, dass Frauen auch innerhalb dieser Bewegungen unterdrückt und unterrepräsentiert sind. Um etwas daran zu ändern sind mehrere Aspekte zu behandeln. Erstens müssen Hürden zur Teilnahme von Frauen bekämpft werden – das bedeutet zum Beispiel nicht zu leugnen, dass Frauen häufig durch Betreuungspflichten von den Sitzungen ferngehalten werden und kostenlose Kinderbetreuung zur Verfügung zu stellen. Zweitens bedeutet es die Unterdrückung von Frauen in den eigenen Reihen zu bekämpfen – das bedeutet zum Beispiel politische Räume für Frauen innerhalb der Bewegung zu schaffen, ihren Problemen Gehör zu schenken und durch quotierte Redner*innenlisten und ähnliches Frauen eine Plattform zu bieten. Drittens bedeutet es konkrete Schritte zu setzen um mehr Frauen in den Reihen der Arbeiter*innenbewegung zu organisieren – das bedeutet zum Beispiel Organisierungskampagnen in traditionell gewerkschaftlich schwach organisierten, weiblich dominierten Branchen, aber auch öffentliche Kampagnen die die realen Probleme arbeitender Frauen ansprechen und dagegen ankämpfen.

Forderungen außerhalb der Arbeiter*innenbewegung

Um arbeitende Frauen tatsächlich zu repräsentieren ist es notwendig verschiedene Forderungen aufzustellen die deren Lage erheblich verbessern könnten. Dabei geht es natürlich einerseits um Lohngerechtigkeit – gleicher Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit darf keine hole Phrase sein. Wichtig ist aber auch die Bekämpfung einer zentralen Ursache der Frauenunterdrückung – die Auslagerung der unbezahlten Reproduktionsarbeit auf Frauen. Ausbau von flächendeckender, kostenloser Kinderbetreuung und Pflegeeinrichtungen sind essentiell um Frauen die Teilnahme im Arbeitsleben und in der Arbeiter*innenbewegung zu ermöglichen. Auch die Reduktion der unbezahlten Hausarbeit zum Beispiel durch preiswerte Kantinen und Waschküchen in Betrieben und Wohnblöcken würde vor allem Frauen zu Gute kommen.

Keine Frauenbefreiung ohne Sozialismus

Der Kampf in den Gewerkschaften für stärkere Organisierung und gleichberechtigte Teilnahme von Frauen in der Arbeiter*innenbewegung ist unvermeidbar zur Verbesserung der Lage arbeitender Frauen. Es ist ein Kampf der nicht nach Geschlechterlinien gespalten geführt werden darf und ein Kampf, der nach Klassenlinien gespalten geführt werden muss. Denn die Unterdrückung der Frau ist in unserem System tief verankert, sie wird auch im Jahr 2019 ideologisch immer noch reproduziert, in Schulbüchern vermittelt, usw. Das System und seine herrschende Klasse profitieren von der Unterdrückung der Frau, einerseits um Löhne zu drücken und die unbezahlte Reproduktionsarbeit auf sie auszulagern, andererseits aber auch um Männer und Frauen gegeneinander ausspielen zu können und damit einen vereinten Kampf gegen dieses System zu vermeiden.