Daimler: Stoppt den massiven Personalabbau!

In den letzten Jahren machte Daimler Trucks immer wieder Schlagzeilen wegen Entlassungswellen in Werken auf der ganzen Welt, obwohl die verkauften Fahrzeuge seit 2011 kontinuierlich anstiegen. Wir fragen uns, wo das noch hinführen soll und wie man sich gegen die Willkür des Managements wehren kann, denn auch für 2016 sind Kündigungen vorgesehen.
Die neuesten Entlassungsdrohungen kommen aus Werken in den USA und Mexiko wo insgesamt 1240 Daimler-Mitarbeiter*innen aus vier Werken gekündigt werden sollen. Das wird mit der angeblich schlechten Nachfrage, insbesondere bei den schweren Lastwägen, begründet. Die Chefetage, die ihren Sitz in Stuttgart hat, beschönigt die Entlassungen und betitelt das Vorgehen als „vorübergehend“. Tatsächlich ist es nicht unmöglich, aber illusorisch zu den gleichen Tarifen wiedereingestellt zu werden.
Am schwersten trifft es ein Werk im US-Bundesstaat North Carolina mit 600 betroffenen Beschäftigten. Dort baute Daimler schon in der Vergangenheit Mitarbeiter*innen ab. Auch in Verwaltungsapparat und Management sollen Stellen abgebaut werden. Weil Umstrukturierungen in diesem Bereich normalerweise ohne Entlassungen durchgeführt werden ist das als Signal für noch schwerere Angriffe zu verstehen.
Aufgaben für Revolutionär*innen
Eine Möglichkeit, die Entlassungen zu verhindern wären Streiks von betroffenen und solidarischen Arbeiter*innen. Dafür bräuchte es aber eine koordinierte Vorbereitung und Umsetzung zum Beispiel durch gewerkschaftliche Strukturen. Aber wenn es nicht gelingt, die Entlassungen in Zusammenhang mit den täglichen Problemen des Kapitalismus als System zu verbinden und auch Antworten zu finden wird auch eine kämpferischste Bewegung im Reformismus enden. Das muss der Ansatzpunkt für Revolutionär*innen sein, unter den Arbeiter*innen und in der Gewerkschaft zu arbeiten.